Nachwuchsprobleme bei den Schweizer Blasmusikvereinen

Die Jugendarbeit liegt Theo Martin am Herzen. Vor gut 100 Tagen wurde der Seeländer zum neuen Präsidenten des Schweizer Blasmusikdirigentenverbands gewählt. Die sinkenden Geburtenzahlen sind seiner Meinung nach mit ein Grund für die Nachwuchsprobleme bei den Blasmusikvereinen.

Mann vor SRF Musikwelle-Plakat. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Theo Martin steht rund 1000 Dirigenten und Dirigentinnen zur Seite. SRF

Als Dirigent des Seeländischen Musiklagers bildet Theo Martin einmal im Jahr Jugendliche aus. Dabei stellt er fest, dass ausländische Kinder und Jugendliche praktisch nie einem Blasmusikverein beitreten. Eine verpasste Chance.

Die hohen Kosten für den Instrumentalunterricht sind wohl aber nicht das Kernproblem, denn es gibt Entlastungsmodelle. Viel gravierender ist es, dass die Zugezogenen sich nicht für die Schweizer Blasmusik-Kultur begeistern wollen. Hier möchte Martin tatkräftig ansetzen.

Unterstützung für Dirigenten

Ausserdem möchte er als Präsident des Blasmusikverbands den rund 1000 Dirigenten und Dirigentinnen ein spannendes Ausbildungsprogramm und guten Support bieten.

Der Verband unterstützt sowohl Jungdirigenten, die erst einen Kurs besucht haben, bis hin zu erfahrenen Berufsdirigenten. Für diese organisiert Theo Martin Kurse, Bildungsreisen, er hilft bei Problemen mit den Arbeitgebern oder wenn es musikalische Fragen gibt.

Erfüllung im Ehrenamt

Theo Martin ist mit seiner Arbeit als Chefredaktor bei diversen Monatsmagazinen eigentlich ausgelastet. Dennoch hat er das Ehrenamt als Präsident gerne angenommen. Für ihn stellt sich die Frage nicht, was für ein Aufwand ein Amt mit sich bringt, sondern was er dadurch erleben und profitieren kann.

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