Willy Odermatt ist Präsident für alle

Im April 2016 wurde Willy Odermatt zum neuen Präsidenten der IG Schweizer Blaskapellen gewählt. Er hat sich eingearbeitet und hat einige Ideen, wie er die Blaskapellenszene führen möchte. Die grösste Herausforderung sieht er darin die Generationen zu vereinen.

Audio «Willy Odermatt liebt Herausforderungen» abspielen.

Willy Odermatt liebt Herausforderungen

Willy Odermatt ist Musiker aus Leidenschaft. Nach der Ausbildung zum Industriespengler war für ihn relativ schnell klar, dass er noch Musik studieren wollte. Er schloss das Konservatorium in den Fächern Direktion, Posaune und Schulmusik ab. Nach der Ausbildung zum Musikschulleiter studierte er auch noch Kulturmanagement.

Der heute 56jährige aus Arth liebt es Projekte umzusetzen. Sein Herz hängt aber auch sehr an den Dorfspatzen Oberägeri, die er seit langem präsidiert, wo er aber auch selber mitspielt und Melodien komponiert.

Der Familienmensch Willy Odermatt lebt mit seiner Frau Yvetta in Arth.Auch seine Gattin ist Musikerin und spietl Flöte. Den Sonntag geniesst Odermatt gerne in Ruhe mit einer Zeitung oder mit seinen Enkeln. Solche relaxten Sonntage sind aber selten.

«  Als Musiker arbeitet man oft am Wochenende. »

Willy Odermatt

Kein Lampenfieber vor Wettbewerben

0:18 min, aus SRF Musikwelle Brunch vom 02.06.2016

Odermatt sieht es als grosse Herausforderung in der Blaskapellenszene die älteren Formationen und die aufstrebenden jungen Formationen zu vereinen. Vielen Kapellen fehlt der Nachwuchs. Das beunruhigt ihn aber nicht so sehr, da parallel dazu auch viele neue junge Formationen entstehen. Der Verband ist dafür da alle mit ihren Interessen zu vertreten. Keine einfache Aufgabe, aber eine, die Willy Odermatt mit viel Elan anpacken möchte.

Fortschritt durch Kritik

Als nächstes freut sich Willy Odermatt auf das Schweizerische Blaskapellentreffen vom 9.-11. September 2016 in Wallbach. Zwar wird er selber nicht gerne bewertet. Er gesteht aber, dass es hin und wieder gut tut, von Juroren einen Spiegel vorgesetzt zu kriegen. Letztlich bringt genau diese konstruktive Kritik eine Formation weiter.

Sendung zu diesem Artikel