Der konzertante Innerschweizer Ländlermusikstil

Klarinette oder Saxofon, Akkordeon, Klavier und Kontrabass: So sieht die Besetzung beim Innerschweizer Stil in der Schweizer Volksmusik aus. Populär wurde er durch legendäre Bläser wie Jost Ribary senior, Edi Bär oder Hans Aregger.

Perfektioniert wurde der Innerschweizer Ländlermusikstil in den 1960er-Jahren durch die legendäre Kapelle Heirassa. «Im Unterschied zu anderen Innerschweizer Kapellen war bei der Kapelle Heirassa jeder Musikant auch ein Solist», erklärt Ländlerkomponist Carlo Brunner. In der Formation mit Walter Grob oder Willi Valotti sei der Bläser Kaspar Muther von gleichwertigen Akkordeonisten mit einer zweiten Stimme begleitet worden.

Solistischen Freiraum genoss in der Kapelle Heirassa auch der Klavierspieler. Der hervorragende Komponist Alois Schilliger beispielsweise verlieh der Kapelle mit seiner schönen eigenwilligen Begleitung eine besondere Note. Der späteren Generation junger Interpretinnen und Interpreten galt er als Vorbild.

Von einer Generation zur nächsten

So wurde der Innerschweizer Stil über Jahre hinweg immer stärker perfektioniert, was Formationen wie Hujässler oder Barde belegen. Alle vier Mitglieder dieser Formationen sind einzeln absolute Topmusiker. Musikalisch fühlen sie sich einerseits der Tradition verbunden, lassen aber gerne auch andere Musikstile einfliessen, von Klezmer bis Klassik.

Hujässler und Barde nehmen wiederum eine Vorreiterrolle ein. Sie sind Vorbild für junge Musikerinnen und Musiker, die aus dem Konservatorium kommen und sich kreativ mit den verschiedenen Möglichkeiten des konzertanten Innerschweizer Ländlermusikstils auseinandersetzen.

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