Polka und Mazurka in der Schweizer Volksmusik

«Verglichen mit dem Ausland, nehmen wir es in der Schweiz mit der Polka etwas gemütlicher», sagt Volksmusikredaktor Dani Häusler. Mit drei Teilen sei die Polka etwa gleich aufgebaut wie ein Schottisch, nur mit weniger Tempo, weshalb sie vor allem bei Trachtentänzern beliebt sei.

Eine Polka wird im Zweivierteltakt gespielt, eine Mazurka im Dreivierteltakt. Die Mazurka ist im 18. und 19. Jahrhundert ursprünglich aus Polen zu uns in die Schweiz gelangt. Seither hat sich diese Tanzart in fast allen Ländlerstilrichtungen durchgesetzt.

Eine Mazurka fordert die Tänzer

«Punktierte Rhythmen sind typisch für eine Mazurka, manchmal auch virtuose Triolen und zum Schluss eines Teils immer zwei Abschläge auf Schlag eins und zwei», erklärt Dani Häusler. Beim Tanzen zu einer Mazurka zeige sich relativ schnell, wer tanzen kann und wer nicht. Deshalb sei auch zu beobachten, dass viele Tänzer fluchtartig die Bühne verliessen, sobald eine Mazurka gespielt werde.

Als Beispiel für eine Mazurka erwähnt Dani Häusler das Stück «Männertreu» von Albert Hagen. Entstanden ist diese Komposition in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Willi Valotti hat sie in den 1980er-Jahren neu arrangiert. Er wird vom Bläser Bruno Syfrig begleitet, am Klavier von Claudio Gmür und am Kontrabass von Ueli Mooser.

Sendung zu diesem Artikel