Bleibtreu: «Schauspielerei ist kontrollierter Kontrollverlust»

Nach 15 Jahren wurde der Bestseller endlich verfilmt: «Die dunkle Seite des Mondes» flackert neu auch über die Kinoleinwand, mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle als unkontrollierte Bestie. Vor der Premiere hat uns der Schauspieler schon mal «Die persönliche Seite des Moritz Bleibtreu» gezeigt.

Der Mann hinter den vielen Rollen

Der deutsche Schauspieler Moritz Bleibtreu hat sich spätestens mit seiner Rolle als liebenswerter Chaot «Manni» in der Actionkomödie «Lola Rennt» oder als mutiger Querschläger «Tarek» im Psychothriller «Das Experiment» in die Herzen vieler Zuschauer gespielt. Wer bereits «einen Bleibtreu» gesehen hat, weiss die schauspielerischen Meisterleistungen des 44-Jährigen zu schätzen. Nichtsdestotrotz kann auch ein Moritz Bleibtreu nicht alles überspielen:

«  Ich hatte früher Flugangst, das war wirklich scheisse. Auch weil man als Schauspieler viel Zeit im Flugzeug verbringt und diese Stunden so zu Tagen wurden. Mittlerweile ist es aber etwas besser geworden. »
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Die dunkle Seite des Mondes

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Egal ob als komödiantische Figur wie in «Soul Kitchen» (für welche er übrigens auf eine Rolle in Quentin Tarantinos Erfolgsfilm «Inglourious Basterds» verzichtete) oder als eiskalter Wirtschaftsanwalt in seinem neuesten Streifen «Die dunkle Seite des Mondes» - seine Überzeugungskraft scheint endlos. Gerade letztere Figur spielt Bleibtreu derart glaubwürdig, dass sich der Zuschauer nahezu fragt, ob er in der Realität nicht ebenfalls einen Hauch an Jähzorn besitzen vermag. Doch weit gefehlt.

«  Ich komme ganz gut mit Menschen klar und kann gut vermitteln. Als ich klein war, konnte ich sehr gut Streit schlichten und Menschen wieder zusammenbringen. »

Und das wird sich in naher Zukunft auch nicht ändern: Bis heute ist Bleibtreu seiner Persönlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes treu geblieben und gesteht, noch nie eine derartige Metamorphose wie in seinem neuesten Kinofilm «Die dunkle Seite des Mondes» erlebt zu haben. Weder als Schauspieler, noch als Mensch.

«  Ich weiss, dass viele Kollegen ihre Rollen nicht mehr ablegen können. Auch ich habe gelernt, Rollen mit ins Bett zu nehmen und wieder mit ihnen aufzuwachen. In Wahrheit sehe ich das aber alles sehr spielerisch. Schauspielerei ist kontrollierter Kontrollverlust. »
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