«Mit dem Wort ‹Cheib› kann man die ganze Schweiz erklären»

Bundesrat Ueli Maurer liebt die Schweiz - mit all ihrer Bünzligkeit und Kleinkariertheit. So sehr, dass er diese Eigenschaften in den Ferien im Ausland richtig vermisst.

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100 Sekunden Schweiz

100 Sekunden Schweiz

In der 1.-August-Woche sprechen wir mit zehn Schweizer Persönlichkeiten über «ihre» Schweiz.

Am Blazer steckt der Pin einer Schweizer Flagge. Genau so haben wir es von einem Bundesrat erwartet. Doch das Gespräch, das folgt, ist überhaupt nicht mehr staatsmännisch – und das ist absolut positiv gemeint. Unkompliziert, als ob man bei einem Feierabendtrunk über die Schweiz plaudern würde.

«Auf dem Velo fühle ich mich vollkommen frei», erzählt Ueli Maurer. Am liebsten fahre er auf einem Pass. Die Liebe zur Natur kommt nicht von ungefähr. Aufgewachsen ist er auf einem Bauernhof, zusammen mit Kühen und Schweinen. Apropos Tiere vom Bauernhof:

«  Jeder Tourist müsste mal eine Kuh gestreichelt haben - das ist Schweiz! »

In seinen eigenen Ferien reist Ueli Maurer meist nach Norwegen oder Kanada. Dort leben seine beiden Söhne. Aber wenn er im Ausland ist, vermisse er die Kleinkariertheit der Schweizer.

«  Ich mag die Schweiz mit all ihrer Bünzligkeit. »

Und genauso mag er auch die schweizerdeutsche Sprache. Ueli Maurer braucht nicht lange zu überlegen, welches sein liebstes Schweizer Wort ist: «Cheib». Und zwar, weil es für ihn unglaublich vielseitig ist.

«  Lieber Cheib, blöder Cheib, dummer Cheib, gescheiter Cheib. Mit dem Wort ‹Cheib› kann man die ganze Schweiz erklären. »