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Camping-Tipps 5 Dinge, die du vor dem Wildcampen wissen musst

Vermisst du das Übernachten unter freiem Himmel auf Festivals? Wildcampen ist eine günstige Alternative, mit der du auf Zelt und Mätteli nicht verzichten musst. Wir klären dich über fünf Dinge auf, die du vor deinem Campingtrip wissen solltest.

Informiere dich über die rechtliche Lage

Wildcampen ist nicht auf Bundesebene geregelt. Das heisst in jedem Kanton, manchmal sogar in jeder Gemeinde, gelten andere Gesetze und Regeln.

Was aber schweizweit gleich ist, ist das Campingverbot in Naturschutzgebieten, Nationalparks, eidgenössischen Jagdbanngebieten, Wildruhezonen und Betretungsverboten. Im Web findest du Listen, die dir aufzeigen, wo du campen darfst.

Hier findest du zudem eine Karte, die dir zeigt, was als Schutzgebiet oder sensibler Lebensraum gilt, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Tipp: Erkundige dich am besten direkt bei der jeweiligen Gemeinde oder Polizeistelle. So bist du sicher, dass du ohne Ärger davon kommst.

Campe umweltfreundlich

eine Flasche wird  an einem Brunnen mit Wasser aufgefüllt
Legende: unsplash

Nimm Rücksicht auf die Natur. Vermeide Lärmemissionen, um die Tierwelt zu schützen und berücksichtige Verbotstafeln (wie z. B. Feuerverbot).

Falls du einmal gross musst, rät dir User Silvio, an einem sonnigen Plätzchen den Boden aufzurauen, dein Geschäft und die lockere Erde mit einem Stock zu vermischen und am Schluss ein wenig Erde darüberzustreuen. So verfliegt der Geruch und die Fäkalien zersetzen sich schneller.

Mit umweltfreundlich produzierten Seifen, verhinderst du, dass beim Duschen oder Abwaschen Schadstoffe in den Boden gelangen. Ausserdem ist es wichtig, dass du deinen Abfall immer mitnimmst.

Tipp: Vermeide Einweggüter und setzte auf Behälter, Besteck und Flaschen, die wiederverwendbar sind. So produzierst du weniger Abfall und schonst auf Dauer auch dein Portemonnaie.

Bereite dich gut vor

Informiere dich über die Wetterlage und teste dein Equipment, bevor du dich ins Abenteuer stürzt. Dein Zelt sollte keine Löcher aufweisen, leicht zu tragen sein und deinen Aufbaufähigkeiten entsprechen. Ausserdem solltest du darauf achten, dass du genug Zeit für die Schlafplatzsuche einplanst. Das Zelt im Dunkeln aufzubauen, ist alles andere als lustig.

Schau, dass deine mitgenommene Kleidung genug warm ist. In der Nacht kann es in den Bergen schnell frisch werden.

Falls du dein Handy zuhause lässt, solltest du jemanden über deine Route informieren.

Tipp: Gutes Equipment schadet nie. Dies kannst du auch für die nächste Festivalsaison brauchen und so schon jetzt dem Festivalvorbereitungsstress entgegenwirken. Freu dich auf die neidischen Blicke deiner Freunde, wenn sie dein fluffiges Mätteli und das wasserdichte Super-Zelt sehen.

Such dir den Übernachtungsort mit Bedacht aus

Bei der Auswahl deines Schlafplatzes solltest du darauf achten, dass du nicht zu nahe der Zivilisation oder neben Alpbetrieben campst. Weit weg vom Lärm der Stadt wird es ein einzigartiges Erlebnis und du verhinderst damit unnötige Konfrontationen.

Falls du in der Nähe von Gewässern campen möchtest, musst du mit Mücken und Feuchtigkeit rechnen.

Tipp: Suche vor dem Zeltaufstellen deinen Schlafplatz nach Wildspuren ab. Solltest du viele Spuren finden, empfehlen wir dir, dich nach einem anderen Plätzchen umzusehen. Du möchtest wohl kaum in der Nacht von einem Wildschwein heimgesucht werden.

Was du nicht vergessen solltest

Sonnenaufgang mit Kamera und Mann um Vordergrund
Legende: unsplash

Ausreichend Wasser mitzunehmen ist das A und O. Nicht nur brauchst du es für die Wanderung zu deinem Schlafplatz, sondern auch fürs Zähneputzen, das Abwaschen und das Essen. Antimückenspray kann ebenfalls dein Leben retten. Mückenstiche sollten dir das Abenteuer nicht vermiesen.

Panzertape hilft bei beschädigten Zelten und ein Sackmesser für alle anderen Notfälle. Eine Stirnlampe spart Handyakku und hält deine Hände frei.

Tipp: Vergiss deine Kamera für gute Erinnerungsfotos nicht und steh genug früh auf, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen.

Nun bist du fit fürs Wildcampen. Pack deine sieben Sachen: Let's Go!

Und wenn du noch Tipps für zukünftige Wildcamper hast: Lass sie in den Kommentaren da oder schick sie uns als Whatsapp-Sprachnachricht an 079 909 13 33!

9 Kommentare

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  • Kommentar von Dietrich Michael Weidmann  (Dietrich Michael Weidmann)
    Den wichtigsten Tipp (oder viel mehr die wichtigste Regel) habt Ihr noch zu erwähnen vergessen: Nehmt bitte allen Müll wieder mit nach Hause! Vor allem Plastik schadet der Umwelt und Redbull verleiht den Büchsen keine Flügel mehr, wenn die mal leer sind, mit anderen Worten, die fliegen nur auf den Boden, wo sie viel Schaden anrichten können. Es sind schon Kühe kläglich eingegangen an Scherben oder scharfen Kanten von Blechbüchsen, welche sie verschluckt hatten!
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  • Kommentar von Dietrich Michael Weidmann  (Dietrich Michael Weidmann)
    Es ist zwar schon viel Jahre her, in meinen Jugendjahre habe ich einmal mit einer Gruppe von Freunden im Murgtal im Juli oberhalb des Walensees kampiert. An nächsten Morgen waren wir eingeschneit (mitten im Juli, so was kann in den Bergen eben vorkommen). Zweihundert Meter weiter oben gab es eine Berghütte. Die hatten Biberli und Kaffee. Da wir uns im Schnee nicht ins Tal runter trauten, ernährten wir uns so vier Tage lang, bis der Schnee wieder weg war von Appenzeller Biberli!
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  • Kommentar von Adrian Zuckermann  (azu)
    Nehmt vor allem euren Müll mit zurück! Und verbuddelt eure Scheisse(Loch schaufeln, rein kacken, Papier anzünden, zu schaufeln) Ich wohne im schönen Gantrisch, aber teilweise sieht es schon so aus wie an irgend einem Strand am Mittelmeer. Plastik, Alu... Bei einem Alp-Bauer hat man kurzum den Kellereingang zu Scheisshaus umgenutzt. Ein Dankeschön hiermit! In einem SRF-Beitrag sagte eine Griechin:"So wenig Touristen, so wenig Müll...". Stimmt, die Schweizer bleiben zu Hause. Man merkt es...
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