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Coronavirus «Ich gehöre nicht zu einer Risikogruppe und werde bestraft»

Momentan werden wir mit News und Infos zur neuartigen Lungenkrankheit regelrecht überflutet. Was kaum jemand fragt: Wie geht es jungen Menschen? Haben sie vor dem Virus Angst, obwohl sie nicht zu einer Risikogruppe gehören? Wir haben nachgefragt.

Live-Ticker bekommen fast minütlich Updates und in der Raucherpause, den ÖV und beim Feierabendbier ist es das Thema Nummer eins: das Coronavirus. Dabei lesen wir vor allem von Risikopatienten von 65 Jahren aufwärts – doch wie geht's eigentlich jungen Menschen? Wir haben bei nachgefragt, wie es um ihre Ängste und Sorgen steht.

«Ich gehöre nicht zu einer Risikogruppe und werde bestraft»

Flo ist freischaffende Live-Tontechnikerin und hat keine 100-Prozent-Festanstellung. «Soeben wurde mir wieder ein Job abgesagt. Das sind 350 Franken, die mir Ende Monat fehlen», erzählt sie.

In der aktuellen Situation sei es für sie schwierig, an neue Aufträge zu kommen. Verständnis für die Auflagen des BAG hat sie nicht viel: «Ich gehöre nicht zu einer Risikogruppe und werde bestraft, damit ich meine Grossmutter im Altersheim nicht anstecke.»

Alles zum Coronavirus

Du willst mehr Infos zum Coronavirus? Check das SRF-Dossier. Dort gibt's alles – von Liveticker bis zu den wichtigsten Informationen.

«Ohne meine Schichten im Club fehlt mir mein Einkommen»

Auch Studentin Amy arbeitet am Wochenende im Veranstaltungs-Business. Sie ist Barkeeperin in einem bekannten Zürcher Club.

Angst, sich beim engen Kontakt mit den Besuchern anzustecken, hat sie nicht, aber sagt im Vorgespräch gegenüber SRF Virus: «Die Gäste sollen möglichst den Körperkontakt vermeiden!» Vielmehr macht sie sich Sorgen um ihre finanzielle Situation: «Wenn ich meine Schichten nicht machen kannm, weil der Club geschlossen bleibt, habe ich kein Einkommen. Das wäre in meiner Situation als Studentin suboptimal.»

«Ich fürchte mich eher vor der Hysterie als vor dem Virus selbst»

Im Gegensatz zu Flo und Amy haben Senta und ihre Mitarbeiter im Spital mehr als genug zu tun: «Meine normale Arbeitswoche hat 50 Stunden. Letzte Woche waren es fast 60», sagt die Assistenzärztin aus dem Zürcher Stadtspital Triemli. Angst, sich selbst anzustecken, hat die 28-Jährige aber nicht: «Ich fürchte mich eher davor, jemanden aus einer Risikogruppe anzustecken. Und natürlich vor der Hysterie, die momentan ausbricht.»

Wie geht's dir momentan? Hast du Angst vor dem Coronavirus? Oder betrifft dich das Ganze gar nicht? Sag's uns via Whatsapp-Sprachnachricht auf 079 909 13 33!

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