Dem Schweizer Musikmarkt geht es prächtig

Der Musikindustrie geht es schlecht, heisst es immer. Doch bei «Rehmann» schildern vier Männer vom Fach die Situation anders: Sehr optimistisch.

4 Männer sitzen bei Robin Rehmann im Radiostudio und diskutieren Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Elefanterunde Andreas Ryser, Maurizio Dottore, Giorgio Tebaldi und Martin Baumgartner (v.l.n.r.) Virus

Wie sehen die Männer vom Fach den Zustand des Schweizer Musikmarkts?

Maurizio Dottore, Sony Music Switzerland, eines der grössten Musiklabels:

«  Ja, die Einnahmen gingen zurück. Aber ich glaube nicht, dass es längerfristig so bleibt. Der Markt wird sich erholen. Es wird nicht so tief gehen, dass es niemand mehr zahlen will. Im Gegenteil, der Wille zu zahlen wird wieder steigen! »

Giorgio Tebaldi, SUISA, Schweizer Genossenschaft der Urheber und Musik-Verleger:

«  Mit Urheberrechtsvergütungen haben wir 2013 mehr Umsatz als 2012 gemacht. Man verdient mit Musik durchaus Geld. Der Haken: Es ist schwierig zu kontrollieren, dass alle ihrem Musikkonsum entsprechend zahlen. »

Martin Baumgartner, Experte für Streaming-Dienste bei swiss radioworld:

«  Die Schweiz ist ein wunderbarer Markt. Spotify hat einen grösseren Anteil zahlender Kunden als solche, die die Werbung tolerieren und gratis streamen. Und selbst dort gehen 70% der Werbeeinnahmen ans Musiklabel. Im Weiteren sinkt die Downloadrate auf Pirate Bay und Co. »

Andreas Ryser, Indie Suisse, Verband unabhängiger Schweizer Musiklabels- und -Produzenten:

«  Es gibt Gegenbewegungen - der Vinylmarkt ist ein gutes Beispiel. Ich habe letztes Jahr 40% mehr Platten verkauft. Das ist zwar ein Nischenmarkt. Trotzdem, diese kleine Bewegung ist interessant. »

Das ganze Gespräch am Stück