Der Fail-Ticker der Olympischen Spiele 2016

Die Olympischen Spiele sind in vollem Gange und begeistern Sportfans rund um den Globus. Dass bei einem Event dieser Grösse aber nicht immer alles problemlos über die Bühne geht, ist so klar wie Glas. Wir fassen dir hier fortlaufend die besten Missgeschicke rund um Olympia 2016 zusammen.

David Sanchez hebt Gewichte Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Lach hier über die Pannen rund um die Olympischen Spiele Reuters

Penis-Panne beim Stabhochsprung

16.08.2016 Schnipp, schnapp, Schnäbi ab - nein, so schlimm war es dann nun doch nicht. Der japanische Stabhochspringer Hiroki Ogita scheiterte schon in der Qualifikation. Dabei sah es doch zuerst so gut aus für ihn: Mühelos zog er seine Beine über die Stange, bis ihm sein Penis in den Weg kam. Dieser berührte nämlich die Stange so fest, dass sie herunterfiel. Nächstes Mal muss er wohl engere Unterhosen tragen oder sein Schnäbi irgendwie befestigen.

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Lieber Sex statt eine Medaille

15.08.2016 Warum nur «Schlaf», wenn man «Beischlaf» haben kann: Die brasilianische Turmspringerin Ingrid de Oliveira pflegte in der Nacht vor ihrem grossen Sprung im Finale an den Olympischen Spielen noch etwas Bettsport mit einem Kanufahrer - und warf dafür auch noch ihre Teamkollegin Giovanna Pedroso aus dem Gemeinschaftszimmer. Das wäre alles halb so schlimm, wären die beiden Brasilianerinnen dann nicht auf dem allerletzten Platz gelandet. Stinksauer wie Pedroso war, verpetzte sie ihre Teamkollegin. Inzwischen gehen die beiden getrennte Wege.

PRATA com sabor de OURO #PanAm2015

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Frühstarten zählt nicht

15.08.2016 Ganze vier Jahre hat der französische Hürdenläufer Wilhem Belocian auf diesen einen Tag gewartet. Und dann scheidet er schon vor dem ersten Rennen aus. Belocian macht sich an den Olympischen Spielen bereit für das erste Rennen beim 110m-Hürdenlauf, legt dann aber einen gewaltigen Fehlstart hin. Das Ende der Geschicht? Disqualifikation und Koffer packen.

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Auf der Zielgerade unter Wasser gedrückt

15.08.2016 Nur weil man Sportler ist, muss man sich nicht auch unbedingt sportlich benehmen: Beim 10-km-Freiwasserschwimmen macht an den Olympischen Spielen nämlich jemand ordentlich auf Miesepeter. Das Opfer: Rachele Bruni. Die Italienerin schwimmt mit aller Kraft als zweitplatzierte in Richtung Zielbrett, wird dann aber plötzlich unter Wasser gezogen. Strudel? Krokodil? Leider Fehlalarm: Der Fiesling ist Aurélie Muller, die sich durch diese Aktion den zweiten Platz sichern will. Die Jury reagiert jedoch sofort und disqualifiziert die Französin. Blöd.

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McDonald's toppt Olympia-Kantine

15.08.2016 Da, wo man die Profi-Athleten in Rio de Janeiro zu keiner Minute erwartet, stehen die hungrigen Geschöpfe Schlange: Bei McDonald's. Die olympia-eigene Caféteria habe laut den Sportler nicht nur eine bescheidene Menüauswahl, sie sei auch noch ein ungewolltes Überraschungsei: Nie sei angeschrieben, was ihnen da genau serviert werde, mötzeln die Sportler. Da gehen sie lieber einmal um die Ecke in das «Restaurant zur goldenen Möwe». Laut einer Angestellten kommt hier das chinesische Basketballteam sogar jeden Tag vorbei.

Publikum klaut Golfball

15.08.2016 Es gehört zum 1x1 beim Golfspielen: Egal wo der Ball landet, man spielt ihn von dort aus weiter. Einigen Fans ist diese Regel aber anscheinend neu oder einfach lang wie breit: Als der britische Profigolfer Justin Rose seinen Golfball nämlich versehentlich in Richtung Publikum schlägt, freut sich eine Zuschauerin derartig, dass sie den Ball aufhebt und voller Freude umher springt. Erst als sie die bösen Blicke der restlichen Fans bemerkt, setzt sie ihre vermeintliche Trophäe wieder schnurstracks auf den Boden ab. Immerhin hat Rose trotz dieser Aktion dennoch die Goldmedaille eingeheimst. Wenn auch mit Facepalm.

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Im Fussbal Top, im Trinken Flop

13.08.2016 Viertelfinale im Frauenfussball zwischen Australien und Brasilien. 53 Minuten sind gespielt, als die australische Torhüterin gepflegt werden muss. Lisa De Vanna nutzt die kurze Verschnaufspause um etwas zu trinken. Dumm nur, wenn man dabei die Flasche verkehrt in den Händen hält und deswegen nichts rauskommt. Zum Glück kam ihr ihre Teamkollegin Elise Kellond-Knight zur Hilfe und zeigte ihr, wie man die Flasche richtig hält. Ist eben schon noch schwer manchmal.

0 Punkte wegen Rückenklatscher

13.08.2016 Auweia. Die Turmspringerin Nadeschda Walerjewna Baschina hat in ihrer Karriere eigentlich schon mehrere Europameisterschaften gewonnen, springt sich dieses Jahr bei den Olympischen Spielen aber nicht einmal annähernd in Richtung Medaille. Eher in Richtung Arschbombe: Als die Russin auf dem 3-Meter-Brett steht, setzt sie elegant zu einem dreifachen Salto an, landet dann aber mit einem misslichen Rückenklatscher im Wasser. Die Jury hatte mit der Sportlerin jedoch wenig Bedauern und gab ihr für den Sprung vernichtende 0 Punkte. Oops.

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Hexenschuss wegen Licht löschen

12.08.2016 Robert Harting ist der Star im deutschen Leichtathletik-Team. Bei den letzten Olympischen Spielen in London gewann der Diskuswerfer die Goldmedaille und auch dieses Jahr wird er wieder als Hoffnungsträger gefeiert. Doch dann kommt alles anders: Harting versagt jämmerlich und qualifiziert sich nicht einmal für die Final-Runde. Der Grund: Ein Hexenschuss.

Am Tag vor dem Wettkampf liegt der Spitzensportler (!) nämlich gemütlich auf dem Bett, macht auf faule Socke und will mit seinem Fuss das Licht auslöschen. Zägg - Rückenschmerzen. Einziger Wermutstropfen: Die Goldmedaille im Diskuswerfen bleibt in der Familie. Sein Bruder Christoph Harting schnappt sie ihm weg.

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Katzengesang der Deutschen

12.08.16. Normaler Ablauf vor einem Spiel bei den Olympischen Spielen. Die Teams stellen sich auf und die Nationalhymne ertönt. So auch vor dem Spiel der Deutschen Land-Hockey-Nationalmannschaft gegen Irland. Doch dann geschieht es:

Aus dem Nichts wird der Bildschirm schwarz und die Musik stellt ab. Das Team singt die Nationalhymne trotzdem fröhlich weiter - nur eben Acapella - und das ziemlich schief. Den Sieg gegen Irland holten sie sich jedenfalls siegessicher mit einem 3:2. (Hinweis: Der Link ist nur in Deutschland aufrufbar.)

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Das Chamäleon-Schwimmbecken

10.08.16. Nanu? Bei den Turmspringerinnen verfärbt sich das klarblaue Wasser auf einmal in ein trübes grün: «Das Wasser ist so grün, ich konnte nach dem Eintauchen meine Sprungpartnerin Lois Toulson nicht mehr sehen», wundert sich die Britin Tonia Couch. Die ungewöhnliche Farbe sei wahrscheinlich durch einen defekten Wasserfilter entstanden und definitiv nicht gesundheitsgefährdend, teilt der Weltverband Fina später mit. Wir glauben ja, das Publikum hat einfach UNO gespielt. Und eine «Wünschelkarte» gezückt.

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Wo ist der Wasserträger?

10.08.16. Da guggt er aber dumm aus der Basketballwäsche: Der amerikanische Spieler Paul George ruht sich im Spiel gegen Venezuela kurz auf der Ersatzbank aus und gönnt sich einen Schluck Wasser. Und was machen NBA-Spieler, wenn sie ausgetrunken haben? Genau. Sie strecken den leeren Becher hinter ihre Bank und der Wasserträger schmeisst ihn für sie weg. Nicht so an den Olympischen Spielen in Rio: Da soll sich mal jeder schön um seinen eigenen Mist kümmern.

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Badekappe fliegt ins Nirvana

09.08.16. Sun Yang hat allen Grund zur Freude: Der chinesische Schwimmer gewinnt Gold in der Disziplin 200 Meter Freistil und möchte den Sieg mit seinen Fans feiern. Weil der Glückliche keinen Champagner in der Hand hält, greift er eben nach seiner Badekappe, zielt in Richtung Publikum - verrechnet sich dann aber total in der Schwerkraft: Die Badekappe landet nicht etwa in der Menge, sondern hinter ihm im Wasser. Gut gemeint, schlecht geworfen. Zum Glück ist er Schwimmer...

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Chinese Sun Yangs missglückter Badekappen-Jubel

0:12 min, aus rio update vom 9.8.2016

Neymar fällt. Wegen nichts

08.08.16. Beim Spiel der brasilianischen Fussballmannschaft gegen Irak bleibt besonders ein Moment in Erinnerung: Die Schwalbe von Kapitän Neymar. Der Spieler liefert mit seinem «Stürchler» in der 35. Minute ein Musterbeispiel für künftige Erklärungszwecke in Sachen Schwalben. Der 24-Jährige rennt, fällt über einen Haufen voller Nichts und beschert seinem Gegenspieler damit auch noch eine gelbe Karte. Peinlich ist es Neymar aber allemal: Nach dem Spiel flüchtet er direkt in die Kabine.

Neymar

Achtung, fertig, gekentert

08.08.16. Peinlich peinlich, lieber Wladislaw Jakowlew: Beim Einer-Rudern der Männer macht der Junge aus Kasachstan gerade mal zehn Züge, ehe sein Boot - aus welchen Gründen auch immer - kentert und er niedergeschlagen (chch) im Wasser treibt. Immerhin stellt er noch einen Rekord auf: Yakovlev geht mit dieser Aktion anscheinend als der am schnellsten gekenterte Ruderer der Olympia-Geschichte ein. Wir gratulieren herzlich!

Video «Flüchtigkeitsfehler: Kasache Jakowlew kentert» abspielen

Flüchtigkeitsfehler: Kasache Jakowlew kentert

0:29 min, vom 8.8.2016

Del Potro steckt im Lift fest

08.08.16. Da hat Juan Martín del Potro nochmals Glück gehabt: Der argentinische Tennisspieler steckt vor seinem ersten Spiel wegen eines Stromausfalls für 40 Minuten im Lift fest - irgendwo im olympischen Dorf in Rio De Janeiro. Und weil er keinen Handyempfang hat, kann der Verschollene auch niemanden telefonisch um Hilfe bitten. Erst als die argentinische Handball-Nationalmannschaft vorbeischneit, kann der 27-Jährige endlich befreit werden. Sein Trost? Er besiegt einige Stunden später den Topfavoriten Novak Djokovic.

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Del Potro beendet früh Djokovics Olympiaträume

2:49 min, vom 8.8.2016

Kayakfahrer crasht in Sofa (?)

05.08.16. Es ist das wohl grösste Mysterium der Olympischen Spiele 2016: Ist ein Kayakfahrer nun gegen ein Sofa gecrasht und dabei gekentert oder nicht? Zumindest behauptet dies der britische Journalist Paul Kelso auf Twitter, weshalb sich die Geschichte dort unter dem Hashtag #kayaksofa wie ein Lauffeuer verbreitet. Die Organisatoren in Rio behaupten jedenfalls, dass das Wasser vor den Spielen immer gesäubert wird. Wir wollen Paul Kelso glauben - zumindest lachtechnisch. (Wo Wasser ist, ist Sofa.)

Sofa

Falsche Nationalhymne

04.08.16. Beim Auftaktspiel der beiden Fussballmannschaften Deutschland und Mexiko kommt es noch vor der eigentlichen Olympia-Eröffnungsfeier zur ersten Panne: Obwohl im Stadion die Hymne von Mexiko erklingt, wird im TV-Livebild (und auf der Grossleinwand im Stadion) die deutsche Mannschaft eingeblendet. Dass die Jungs aus Deutschland also so laut mitsingen wie ein Fisch, verwundert kaum. Angeblich trifft das ZDF dafür aber keine Schuld: Das TV-Signal kam von der Welt-Regie aus Brasilien.

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