Die 5 besten Frauen-Punkbands aller Zeiten

Am Dienstag ist Weltfrauentag. Höchste Zeit also, wieder einmal daran zu erinnern, welch grossen Einfluss weibliche Musikerinnen auf das Genre des wilden Gitarrenrocks hatten. An dieser Stelle ein Blick zurück auf fünf der wichtigsten Frauenbands seit den Anfängen des Punk Rocks Ende der 1970er.

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«Brätsch!»

Richtig harte Musik im Radio: Jeden Montag um 17.15 Uhr heisst es bei SRF Virus «Brätsch!».

Wenn der Leadsänger von einer der grössten Rockbands aller Zeiten nicht gleichzeitig auch ein grosser Musiknerd gewesen wäre, dann wäre die untenstehende Liste wohl um einiges kürzer.

Kurt Cobain liebte Frauen-Punkbands

Jawohl: Kein Geringerer als Nirvana-Frontmann Kurt Cobain himself hatte einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den heutigen Bekanntheitsgrad unten genannter Bands. Immer wieder stellte Cobain nämlich Listen mit Lieblingsalben zusammen und liess bei Interviews keine Gelegenheit aus, zu Unrecht in Vergessenheit geratene Bands zu erwähnen. Ganz wichtig in Cobans Listen: Punk- und Post-Punk-Bands, die ausschliesslich aus Frauen bestanden.

Auf dem Höhepunkt der Nirvana-Manie Anfang der 90er-Jahre führte dies zu zahlreichen Wiederveröffentlichungen und -entdeckungen, von denen wir noch bis heute profitieren können.

5 essentielle Frauen-(Post-)Punkbands:

X-Ray Spex

Nie gut, wenn eine Liste mit einer Ausnahme beginnt. Wir machen es jetzt aber trotzdem: Ja, X-Ray Spex waren keine reine Frauenband. Trotzdem: Den immensen Einfluss, den Frontfrau Poly Styrene auf unzählige Sängerinnen hatte, die seither irgendwo in ein Mikrofon geschrien haben, ist unabstreitbar.

Wo anfangen? Mit dem Debütalbum «Germfree Adolescents». Achtung: unbedingt eine «Deluxe Version» besorgen - sonst fehlen die frühen Singles.

The Slits

Im zarten Alter von 14 Jahren gründete Ariane Forster alias Ari Up ihre Band The Slits. Nicht zuletzt dank mehreren Auftritten im Vorprogramm von The Clash entdeckte die gebürtige Müncherin irgendwann Reggae- und Dub-Musik. Ein Einfluss, der sich ziemlich schnell auch auf die Musik ihrer eigenen Band niederschlug.

Wo anfangen? Ihr Debütalbum «Cut» ist ein Meisterwerk (und hat nebenbei eines der coolsten Albencover ever). Vorsicht: Um das 2009 erschienene Reunion-Album «Trapped Animal» bitte einen weiten Bogen machen.

The Raincoats

Nachdem sich die Drummerin der Slits mit dem Rest ihrer Band verkrachte, schloss sie sich kurzerhand einer anderen Band an: The Raincoats. Von Kurt Cobain wurde diese Band übrigens so fest vergöttert, dass Cobain in den Liner Notes zur Nirvana-Compilation «Incesticide» von einem Treffen mit Sängerin Ana da Silva in den höchsten Tönen schwärmt.

Wo anfangen? Das selbstbetitelte Debütalbum «The Raincoats» ist ein Post-Punk-Klassiker.

Kleenex

Auch die Schweiz hatte einen nicht zu unterschätzten Einfluss auf die frühe Ära des Post-Punks: Die Band Kleenex aus Zürich, die sich später in LiLiPUT umbenennen musste, gehört zu den besten (und irgendwie auch unterschätztesten?) Bands unseres Landes.

Wo anfangen? Die Compilation «Kleenex/LiLiPUT (The Complete Recordings)» fasst fast alle Songs zusammen, die Kleenex aufgenommen haben. Die meisten davon sind richtig gut.

Bikini Kill

Springen wir noch ein paar Jahr nach vorne: Kathleen Hanna und ihre Band Bikini KIll gehören zu den wichtigsten Exponenten der «Riot Grrrl»-Bewegung.

Nach dem Ende von Bikini Kill hat Sängerin Kathleen Hanna übrigens die ebenfalls höchst empfehlenswerte Band Le Tigre gegründet (Ja, das sind die mit dem «Who took da bomb...»-Lied).

Wo anfangen? Mit der Compilation «The Singles»

Sendung zu diesem Artikel

  • Video ««Riot Grrrl» - als die Frauenbands die Macht übernahmen» abspielen
    SRF 1 06.03.2016 11:55

    Sternstunde Kunst
    «Riot Grrrl - als die Frauenbands die Macht übernahmen»

    06.03.2016 11:55

    Die Riot Grrrls waren laut und direkt, als sie in den 1990er-Jahren ihre feministischen Anliegen musikalisch ausdrückten. Sonia Gonzalez erzählt die wilde Story dieser Frauen, die stolz darauf waren, «Girls» zu sein, einen Musikstil erfanden und Musikerinnen wie Beth Ditto und Peaches inspirierten.