Dumm, dümmer, diese Internet-Challenges

Die Zeiten, zu denen man sich filmen liess, wie man sich einen Eimer kaltes Wasser über die Rübe zog (aka Ice Bucket Challenge), sind vorbei. Die aktuelle Challenge ist um einiges makaberer: Kids brechen sich für zwei Minuten Internet-Fame die Daumen. Ehm. Ok.

Statue, die facepalmt Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Warum? Mehr fällt einem zu diesen Challenges nicht ein. flickr

Wer dachte, die Internet-Challenges könnten nicht noch hirnverbrannter werden, der irrt sich: Die erste Challenge im neuen Jahr ist bereits da – und so ziemlich das Dümmste und Schmerzvollste, was du je mitansehen musstest!

Nachdem auf Twitter eine Anleitung aufploppte, wie man sich selbst den Daumen bricht, fühlten sich haufenweise Kids dazu inspiriert, es sofort auszuprobieren. Und das mit Erfolg. Schwer vorstellbar, dass man so dumm ist und es dann auch noch im Netz zelebriert.

Diese vier Challenges sind genauso dumm

1. Cinnamon Challenge

Diese Challenge erfreut sich seit längerer Zeit grosser Beliebtheit. Das simpel wirkende Ziel: Jemand versucht, einen Tee- oder Esslöffel Zimt zu schlucken. Da der Mund jedoch sofort austrocknet, ist ein Sieg praktisch unmöglich. Im besten Fall endet die Challenge mit Zimtstaub-speienden Menschen, im schlechtesten mit einem Krankenhausaufenthalt, da Zimt eingeatmet wird. Viel Spass mit allfälligen Entzündungen und allergischen Reaktionen.

2. Kylie Jenner Lips Challenge

Kylie Jenner, die Schwester von Kim Kardashian, gilt bei Mädchen als Schönheitsvorbild und bei Jungs als Sexbombe. Klar wollen viele junge Frauen aussehen wie sie und zaubern sich ebenfalls volle Lippen ins Gesicht:

Sie greifen zu einem Glas, einer Tasse oder einem ähnlichen Gefäss, saugen es sich fest an den Mund – und warten. Sobald sie es wieder abnehmen, sind die Lippen stark geschwollen und (oh Wunder) wirken voller. Die häufige Begleiterscheinung: Wunden und Blutergüsse. Schade, saugen sich diese Menschen nicht auch noch den letzten Teil ihres Gehirns heraus.

3. Vodka Eyeballing und Vodka-Tampons

Dieses Phänomen ist in Europa seit ca. fünf Jahren bekannt. Tampons werden in Wodka getränkt und eingeführt, alternativ wird das Getränk direkt ins Auge geträufelt. Die Hoffnung: Schnell betrunken werden, ohne eine Fahne zu haben.

Bei der Tamponvariante tritt der Rausch zwar ein, die Fahne lässt sich jedoch nicht vermeiden. Konkret stammt sie nicht vom Trinkvorgang selbst, sondern vom Alkohol in der Lunge, der hier via Blutzirkulation landet.

Träufelt man sich den Schnaps ins Auge, reicht die Menge nicht einmal für einen Rausch aus. Der einzige Effekt ist, dass die Netz- und Schleimhaut so sehr darunter leiden, dass sie überreizt werden und Infektionen auftreten können.

4. Ohnmachtsspiel

Seit Jahren gilt dieses Spiel bei Teenagern als legale und kostenlose Möglichkeit, sich zu berauschen. In letzter Zeit feiert das Ohnmachtsspiel auf den Social-Media-Kanälen ein Revival – mit präziser Anleitung: Ziel ist es, sich so lange zu strangulieren, bis man in einen Rauschzustand fällt, nur um dann einige Sekunden später wieder zu sich zu kommen.

Die (logische) Folge: Immer wieder sterben Jugendliche, weil sie die Grenzen dieses «Spiels» austesten möchten.