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Menschen auf der Flucht Helfende im bosnischen Bihac: «Wir können niemals allen helfen»

Julia* und Serej* setzen sich für Geflüchtete auf der Balkanroute ein. Vor Ort verteilen sie mit dem «Frach Kollektiv» Essen und Kleider und verpflegen Wunden von Geflüchteten, die an der Grenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien versuchen, nach West- und Nordeuropa zu gelangen.

Ein niedergebranntes Camp, Menschen in kaputten Zelten im Schnee, gewalttätige Szenen an der Grenze. Die Bilder, die uns Anfangs Jahr aus Bosnien erreichten, liessen kaum jemanden kalt.

Immer wieder erfahren wir vom Leid der Menschen auf der Flucht. Immer wieder stellt sich für einige die Frage: Was tun? Wie helfen? Auch Julia* und Serej* erging es so.

Normalerweise kochen die Beiden mit dem «Frach Kollektiv, Link öffnet in einem neuen Fenster» an verschiedenen Grossveranstaltungen – zum Beispiel am Klimacamp auf dem Bundesplatz – für über 1000 Personen. Da durch Corona sämtliche Veranstaltungen abgesagt wurden, kam ihnen die Idee, stattdessen für Menschen auf der Flucht zu kochen.

Behörden stellen sich quer

Julia und Serej sind seit Januar in Bosnien. Doch kochen dürfen sie nicht. Denn von Repression betroffen sind nicht nur die Flüchtenden, sondern auch Hilfsorganisationen, die Hilfe leisten wollen.

Essen verteilen, Kleider verteilen, und Menschen mit dem Auto mitnehmen – das alles sei momentan für nicht registrierte Hilfswerke verboten, erzählen sie im Video. Trotzdem möchten sie die Menschen vor Ort weiterhin unterstützen, so Julia und Serej weiter.

*=Da ihr Engagement aus Sicht der bosnischen Behörden illegal ist, möchten «Julia» und «Serej» anonym bleiben.

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