Musiker machen mobil gegen Donald Trump

«30 Days, 30 Songs», so heisst eine von Schriftsteller Dave Eggers ins Leben gerufene Aktion, in deren Rahmen bis zum Wahltag exklusive Protestsongs von amerikanischen und britischen Musikern erscheinen werden. Die Songs von Death Cab For Cutie und Franz Ferdinand sind bereits veröffentlicht.

Im Juni dieses Jahres besuchte Schriftsteller Dave Eggers («The Circle», «A Heartbreaking Work of Staggering Genius») eine Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump und war gleichermassen verärgert und überrascht, dass Trump an diesem Anlass zum Song «Tiny Dancer» von Elton John die Bühne betrat.

Zusatzinhalt überspringen

«30 Days, 30 Songs»: das Game

«30 Days, 30 Songs»: das Game

Der neuste Song der Aktion, «Are These My Jets?» von EL VY, dem Nebenprojekt des The National-Sängers, kommt inklusive Browser-Game für den besonders unsinnigen Zeitvertrieb. Hier geht's zum Game.

Was für eine unpassende Wahl, dachte sich Eggers – und sinnierte noch während der Nachhausefahrt über einen besseren Soundtrack für Trumps Veranstaltungen nach.

Gegen einen ignoranten und hasserfüllten Wahlkampf

Zusammen mit Festivalorganisator Jordan Kurland war kurze Zeit später die Aktion «30 Days, 30 Songs» geboren, die sich laut einem Manifesto «gegen die ignorante und hasserfüllte Kampagne von Donald Trump» einsetzen möchte.

Dabei wurden die beiden Initianten mit Zusendungen nur so überhäuft: «Wir sind momentan gerade daran, rauszufinden, wie wir 55 Songs in 30 Tagen veröffentlichen können», sagte Eggers in einem Interview mit «Vogue».

Mit dem Track «Million Dollar Loan» der amerikanischen Indie-Band Death Cab For Cutie wurde vor ein paar Tagen der erste «30 Days, 30 Songs»-Song veröffentlicht. In der Zwischenzeit wurden auch die Beiträge von Singer-Songwriterin Aimee Mann und der schottischen Band Franz Ferdinand freigeschaltet.

Die vollständige Liste aller teilnehmenden Künstler ist momentan noch geheim, bis zum Wahltag am 8. November soll jeden Tag ein neuer Song erscheinen.