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Daenerys Targaryen von Game of Thrones
Legende: Emilia Clarke als Daenerys Targaryen in Game of Thrones. Die letzte Staffel wird vor allem wegen des schlechten Drehbuches kritisiert. HBO
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Petition neues «GoT»-Drehbuch Was macht eigentlich ein gutes Drehbuch aus?

«Game of Thrones» sorgt momentan für rote Köpfe. Auf Social Media werden immer wieder Stimmen laut, dass das Drehbuch der letzten Staffel schrecklich sei. Wir haben bei Drehbuchautor Adrian Spring nachgefragt, was bei der Fantasy-Serie daneben ging und was denn ein gutes Drehbuch ausmacht.

Der Hype war gross – vielleicht etwas zu gross – auf die letzte Staffel der Fantasy-Serie «Game of Thrones». Während die Reaktionen nach der Ausstrahlung der ersten Episode noch verhalten waren, gehört es mittlerweile zum guten Ton, über jede neue Folge abzulästern.
Zwar sind die Folgen visuell auf höchstem Niveau, auch die Musik wird gelobt, doch das Drehbuch lässt für viele zu wünschen übrig.

Mittlerweile läuft gar eine ziemlich erfolgreiche (über eine halbe Million Unterschriften) Petition, die ein neues Drehbuch für die achte Staffel «Game of Thrones» fordert. Falls du dir selbst ein Bild machen willst, hier geht's zur aktuellen Folge:

Adrian Spring, Drehbuchautor und Produzent unserer Serie «Nr. 47, Link öffnet in einem neuen Fenster», teilt diese Meinung nicht ganz: «Mir gefällt die neue Staffel ziemlich gut, nur manchmal muss ich mir an den Kopf fassen und frage mich, was sie dabei gedacht haben», sagt der Drehbuchautor und fügt an: «Ich habe das Gefühl, ein paar Folgen mehr hätten nicht geschadet.»

Aber: Was macht denn ein gutes Drehbuch aus?

Als Drehbuchautor weiss Adrian, worauf es beim Schreiben einer Serie oder eines Films ankommt. Das sind die wichtigsten Punkte – von denen sich die Autoren von «Game of Thrones» laut vielen den ein oder anderen merken sollten:

  • Das genaue Bild einer Figur
    «Ich muss genau wissen, was meine Figur denkt und will. Schreibe ich einfach drauf los, ohne dies zu wissen, so sind es meistens diese Szenen, die ich wegwerfen muss.»
  • Ein Ziel vor Augen haben
    «Was ist das Ziel? Was will ich erreichen? Alles was ich schreibe, muss auf das Ziel hinarbeiten. Sonst verwirrt man den Zuschauer nur», weiss Adrian. Das kann Schwierigkeiten bereiten. «Wenn ich zwar Punkt A und Punkt C kenne, aber nicht den Weg dorthin, überspringe ich es meistens. Entweder benötige ich Punkt B gar nicht oder er kommt mir später in den Sinn.»
  • Den Zuschauer mit Authentizität packen
    «Der Zuschauer soll unbedingt wissen wollen, was als Nächstes passiert», sagt Adrian. «Das Wichtigste dabei ist, dass das Drehbuch in seiner Welt und in seiner Erzählweise authentisch und glaubwürdig ist.»
  • Selbstlosigkeit des Autors
    «Manchmal findet man zwar das, was man geschrieben hat, sehr schön und sehr toll, doch es bringt der Geschichte nichts und deshalb muss man es streichen». So muss Adrian auch mal den inneren Schweinehund überwinden und liebgewonnene Passagen zu Gunsten der Geschichte wieder streichen.

Der elementarste Punkt, auf den beim Schreiben eines Drehbuchs geachtet werden muss, ist die Glaubwürdigkeit: «Am Schluss kann die Geschichte noch so toll, spektakulär und mit feuerspeienden Drachen ausgeschmückt sein. Wenn man den Figuren nicht glaubt, hat man sowieso verloren.»

Was meinst du zum Drehbuch der letzten Staffel «Game of Thrones»? Bist du ein Fan oder plädierst du auf ein neues? Sag's uns via Whatsapp-(Sprach-)Nachricht auf 079 909 13 33!

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