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Synthetisches Cannabis Das musst du über das gefährliche Gras im Umlauf wissen

Cannabis ist eine der sichersten Drogen – doch plötzlich sind in der Schweiz vermehrt chemisch behandelte Hanfblüten auf dem Schwarzmarkt. Da die besprühte Version nur im Labor erkennbar ist, gab es schon Todesfälle durch Überdosen. Ein Experte klärt über die wichtigsten Fragen zum Fake-Hanf auf.

*Disclaimer: Der Konsum von THC-haltigem Cannabis ist in der Schweiz illegal und verboten.

Im Vereinigten Königreich ist der Stoff als «Spice» bekannt – in der Schweiz bisher gar nicht. Joël Bellmont von «saferparty.ch» vermutet, dass es seit der Legalisierung von CBD-Hanf eine Überproduktion gibt. Das Besprühen von Hanfblüten mit chemischer Substanz könne ein Versuch sein, das vermeintliche CBD doch noch auf den Markt zu bringen.

Die Konsumenten*innen werden oftmals damit überrascht, da sie eigentlich übliches THC-haltiges Gras kaufen wollen. Besonders perfid: Konsument*innen können den behandelten Hanf nicht erkennen – nur im Labor kann bestimmt werden, ob es sich dabei um behandelte Blüten handelt.

«50 bis 100 mal potenter als übliches Marihuana»

Die chemische Behandlung macht das CBD extrem potent und es kann damit schnell zu Überdosen kommen. Zudem gibt es sogenannte Hotspots – das sind Stellen an der Blüte, die mehr chemischen Spray abbekommen haben und somit eine hohe Konzentration des synthetischen Cannabinoids tragen.

Joël Bellmont empfiehlt Konsument*innnen deshalb, die Blüten gut zu vermischen – und das nicht nur, wenn man von einer neuen Quelle sein Gras kauft.

Dealer*innen wissen meistens selbst nicht Bescheid

Auch wenn du schon seit mehreren Jahren den*die gleiche*n Dealer*in hast, bist du nicht sicher: «Die Dealer beziehen es auch von irgendeiner Quelle und wissen selbst nicht, was drin ist», erklärt Joël, sagt aber auch: «Falls du eine komische Reaktion hast, dann gib dem*r Dealer*in Bescheid» – diese können die Verbreitung von der gefährlichen Substanz stoppen.

Die Safer-Use-Regeln:

  • Die Blüten gut vermischen, damit du Hotspots vermeidest.
  • Konsumiere langsam: Nach dem ersten Zug 15 bis 20 Minuten warten und deine Reaktion abwarten.
  • Konsumiere nicht allein, und falls du eine schlechte Reaktion hast – fragt jemanden, der auf euch aufpasst und vernichtet die Substanz und informiere deine*n Dealer*in. Zudem kannst du dich bei saferparty.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster informieren und beraten lassen.
  • Und bedenke: THC-haltiges Cannabis ist in der Schweiz illegal und verboten.

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