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Wahlen 2019 Wir zeigen dir, wie du dein Wahlcouvert abschickst

Am 20. Oktober wählt die Schweiz ihr Parlament und ganz ehrlich: Wählen ist etwas kompliziert. Wir erklären dir die wichtigsten Punkte und zeigen auf, warum es dieses Jahr besonders wichtig ist, wählen zu gehen.

Wie schicke ich meine Wahlunterlagen ab?

Was ist eine Listenverbindung?

Christa Gall ist Bundeshausredaktorin beim SRF und weiss ganz genau, was du wissen musst, wenn du eine Liste mit einer Verbindung wählst.

Du weisst nicht, wen du wählen sollst?

Es gibt verschiedene Plattformen, die dir dabei helfen können herauszufinden, wen du wählen solltest, z.B. smartvote.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster oder parteienkompass.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster. Dort füllst du einen Fragebogen aus mit Fragen wie z.B. «Bist du für einen Vaterschaftsurlaub von 4 Wochen?» oder «Bist du für einen EU-Beitritt der Schweiz?».

Die Plattform spuckt dir Wahlvorschläge aus – sowohl für National- und Ständerat, wenn du deinen Wahlkanton angibst. Zudem gibt es auch einen sogenannten «Smartspider». Das ist eine Art Karte, die dich politisch in acht Punkten einstuft und dir zeigt, mit welcher Partei deine Ansichten am ehesten übereinstimmen.

Wie wähle ich?

Ganz ehrlich: Es ist wirklich etwas kompliziert. Aber wir helfen dir weiter:

Du wählst in der Schweiz den National- und den Ständerat. Für die Nationalratswahl hast du drei Varianten:

  1. Du nimmst eine vorgedruckte Wahlliste der Partei, die dich überzeugt – und steckst sie so in Wahlcouvert, ohne etwas zu ändern.
  2. Du nimmst eine vorgedruckte Wahlliste der Partei, die dich überzeugt, willst aber nicht alle Kandidaten/-innen darauf wählen. Du kannst diese Namen streichen, die Zeile dann leer lassen – oder Kumulieren bzw. Panaschieren.

Kumulieren: Eine/-n Kandidatin/-en von der Liste ein zweites Mal in die leere Zeile schreiben. Aber: Ein Name darf nicht mehr als zweimal auf die Liste.
Panaschieren: Du schreibst in die leere Zeile eine/-n Kandidatin/-en einer anderen Partei.

  1. Du nimmst eine leere Wahlliste (auf der letzten Seite im Wahlzettel-Heft) und schreibst deine favorisierten Kandidaten/-innen auf. Sie müssen nicht von der gleichen Partei sein. Es muss mindestens ein Name auf der Liste stehen, aber nicht mehr, als dein Kanton Sitze hat.

Du hast zwei Möglichkeiten, um zu wählen: Du wählst brieflich per Post oder gehst am Wahlsonntag an die Urne. Dabei musst du diese Fristen einhalten:

  • Dienstag, 15. Oktober: Briefliche Wahl per B-Post
  • Donnerstag, 17. Oktober: Briefliche Wahl per A-Post
  • Wahlsonntag, 20. Oktober: Persönlich an die Urne (Achtung: Öffnungszeiten in deiner Gemeinde beachten!)

Für die Wahl des Ständerates ist es etwas einfacher: In den meisten Kantonen wählst du zwei Personen – in den sechs Halbkantonen nur eine Person. Je nach Kanton gibt es andere Regeln.

Warum soll ich wählen?

Christa Gall ist Bundeshauskorrespondetin beim SRF und erklärt, warum die Wahlen in diesem Jahr besonders wichtig sind:

Ein paar Regeln zur Wahl, die du beachten musst

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  • Verwende nur amtliche Wahlzettel, die dir zugeschickt werden
  • Du darfst nur einen Wahlzettel einreichen
  • Auf dem Wahlzettel muss mindestens ein gültiger Name stehen
  • Ein/-e Kandidaten/-in darf nicht mehr als zweimal auf der Liste stehen
  • Ausser Vor-, Nachname und Nummer der Kandidaten/-innen darf nichts auf der Liste stehen
  • Gültig sind nur Namen, die auf den vorgedruckten Wahllisten deines Kantons stehen
  • Wenn du brieflich stimmst: Stimmrechtsausweis unterschreiben und mitschicken

Und jetzt?

Wahlzettel ausfüllen und ins Stimmcouvert, Stimmausweis unterschreiben, zusammen mit dem Stimmcouvert in den Umschlag, zukleben, und auf die Post oder am Wahlsonntag persönlich zur Urne gehen.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Wildhaber  (Sueno)
    Schade ich der Stamm Partei, wenn ich Personen streiche und von der (gleichen) Jung Partei dazu nehme? Wie wird die Verteilung zwischen Stamm- und Jungpartei gemacht? Vielen Dank!
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von SRF Virus (SRF)
      Lieber @Rolf Wildhaber
      Wir haben deine Frage weitergeleitet. Wir versuchen dir schnellstmöglich eine Antwort zu finden.
    2. Antwort von SRF Virus (SRF)
      @Rolf Wildhaber Es ist wahrscheinlich schon zu spät, aber hier ist die Antwort unserer Bundeshauskorrespondentin:
      Der Wähler schadet der Partei nicht, wenn er von der Stammpartei Personen streicht und Namen von der Jung-Partei reinnimmt. Die Stimmen der Stamm- und Jungpartei (und aller anderen Unterlisten) werden zusammengezählt. Anschliessend werden die Sitze wieder auf die einzelnen Listen verteilt. Mit anderen Worten: Wenn der junge Meier auf der Jungliste 3000 Stimmen macht und mehr Stimmen macht als alle anderen Kandidaten der Stammpartei, aber die Jungliste keinen Sitz ergattern konnte, ist er trotzdem nicht gewählt.
  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Das freut die Mitte-Links-Classe-Politik, wenn von den 40-50% Urnengänger(innen) sehr viele die einfachsten Wahlregeln und Möglichkeiten gar nicht kennen! Es ist für ein Bürger, der sich seit bald 80 Jahren immer wieder für unsere Unabhängigkeit, Freiheit und somit Direktdemokratie einsetzte, bitter, wie die Gleichgültigkeit (politische Unfähigkeit!) zunimmt! Dazu kommt die mediale Manipulation, die labile und uninteressierte Stimmbürger(innen) sehr leicht beeinflussen kann!
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Koel Nipfer  (ImmerLerner)
    Ich habe eine hoffentlich nicht allzu komplizierte Frage bezüglich Listenverbindungen: Wird nachdem die Stimmen aller Parteien in der Verbindung zusammengezählt wurden direkt geschaut, welcher Kandidat (ohne Berücksichtigung der Partei) am meisten Stimmen erhalten hat oder werden zunächst noch die Stimmen je Partei zusammengefasst um die Sitze zu vergeben?
    Anders gefragt: Greift die Proporzregel zwei mal oder werden die Parteien der Verbindung de facto auf eine Partei reduziert?
    Merci!
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von SRF Virus (SRF)
      Lieber @Koel Nipfer
      Wir versuchen deine Frage schnellstmöglich zu beantworten. Schau morgen wieder in diesen Artikel rein, denn morgen gehen wir das Thema Listen an.

      Freundliche Grüsse
      Larissa
    2. Antwort von Koel Nipfer  (ImmerLerner)
      Liebes SRF,
      Vielen Dank für Ihre Antwort und das Video über die Listenverbindungen!
      Ich konnte jedoch noch keine Antwort auf meine Frage finden (vielleicht bin ich auch etwas schwer von Begriff
    3. Antwort von SRF Virus editor
      @Koel Nipfer
      Haben kurz bei Bundeshaus-Redaktorin Christa Gall nachgefragt: Gemäss Art. 42 BPR wird innerhalb der Listenverbindung dieselbe Berechnung durchgeführt wie bei den Listen. Zuerst wird wieder auf die Parteien und dann auf deren Kandidaten aufgeteilt.
      Hoffen, das beantwortet die Frage :)