Wie du dich beim Pendeln NICHT verhalten sollst

Zug. Tram. Bus. Am Morgen hin. Am Abend wieder zurück. Und das mit der halben Schweiz zusammen. In einem Zugwagon. Gefühlt jedenfalls. «Hey du, was ist dein Lieblingshobby?» - «Pendeln!» Sagt niemand. Nie. Es gibt aber ein paar Regeln, die das von A nach B-Fetzen zu einer easy Geschichte machen.

Regel #1 - Wenn du wirklich telefonieren musst, machs bitte leise

Als Klingelton den neusten Hit von DJ Antoine. In der maximal möglichen Lautstärke. Dann abnehmen und ins Smartphone plären. «Hoi Shazz. Alles easyfresh? Weisch dänn er so... und dänn ich so...» Bitte nicht. Und wenn wir schon dran sind: Wieso haben gewisse Leute die Tastentöne eingeschaltet?

Regel #2 - Beim Essen und Trinken gilt: alles was das Abteil verpestet, ist ein No Go

Feierabend. Endlich nach Hause. Essen. Znacht. Spätzli. Pizza. Von mir aus sogar Lauch mit Blutwurst. Das Loch in deinem Bauch hat den gefühlten Durchmesser der HB-Treffpunkt-Uhr. Und dann packt dein Sitznachbar seinen mitgebrachten Food aus. Döner, Burger und Fritten. Lechz. Der pure Horror. Ebenfalls Nasenkrebs verursacht die Energydrink-Fahne am Morgen. Und ähm... Pendler, welche im Hochsommer kein Deo verwenden («Wieso nur?» Zum Zweiten).

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Regel #3 - Kopfhörer sind dazu da, dass nur DU deinen Sound hörst

Musik hören, biz aus dem Fenster gaffen, träumen, den Alltag vergessen. Uh schön. Kacke aber ist: wenn das ganze Abteil dein neues Reggaeton-Album mithören muss. Und dein Mami hatte Recht, als sie sagte, dass deine Ohren bei zu lauter Musik kaputt gehen. Also mach deiner Mutti, wie auch deinen Mitpendlern, einen Gefallen und stell leiser. Messi.

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Regel #4 - Links gehen, rechts Stehen. So läuft's auf der Rolltreppe.

Bubieinfach. Wie kann man das nicht tscheggen? Ich habe fertig.

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Regel #5 - Nimm. Deinen. Plunder. Zu. Dir.

In den Stosszeiten sind die ÖV brätschvoll. Jeder würde gerne sitzen. Also nimm deinen Ramsch vom Nebensitz oder hast du für deine Tasche auch ein Billet gelöst? Eben.

Regel #6 - Steh nicht direkt vor dem Zugeingang, mach biz Platz, Baby!

Alle sind daran interessiert, dass es am Bahnhof möglichst schnell geht. Pendler aus dem Zug raus, Wartende auf dem Perron in den Zug rein. Wenn du nun also direkt vor der Tür stehst und sich alle aussteigenden Leute an dir durchquätschen müssen, ist das voll der Blocker. Es geht so nicht tifiger. Im Gegenteil.

Wenn du nicht mit dem Düsenjet durch die Kinderstube gebraust bist, sollte dir bewusst sein, dass nur absolute Pfeifen in den Zug reindrängeln. Aight?

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Regel #7 - Small Talk? Nope.

Am Morgen sind 99 Koma Periode 9 Prozent aller Pendler müde und wollen ihre Ruhe haben. Wenn du also nicht im obersozialen Ich-möchte-mit-wildfremden-Leuten-biz-über-das-Weltgeschehen-und-meine-geplante-Wanderung-plaudern-Wagen bist, lass dein Gegenüber einfach noch mit biz müden Augen die Gratiszeitung durchblättern.

Ich nerve. Du nervst. Er nervt. Wir nerven. Ihr nervt. Sie nerven.

Manchmal sollte ordentlich Dampf abgelassen werden. Danke, dass du mein Ventil warst. Und weil ich jetzt gepfuttert habe, was das Zeug hält, muss ich auch zugeben... dass ich keinen Deut besser bin. «Grüezi mitenand, alli Billet bitte», dieser Satz bereitet mir regelmässig Schnappatmung. Wo zum Teufel steckt mein Abo im Nirvana meiner Tasche aka Mobile Home. Und das nervt garantiert. Äxgüsi an dieser Stelle.

Und übrigens, wenn du dich nicht an die Regeln hältst, könntest du bald mit diesen beiden Kerlis in Kontakt kommen. Ich würd nöd. Und ich sag jetzt tschüss, bis bald mal im Zug oder so. Solltest du mich mit nur einem Schuh sehen und willst mich mit Small Talk zutexten? Dann musst du wissen: Der nächste Wurf wird sitzen!

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Ah ja... Welche Pendler-Regel ist dir besonders wichtig? Sags uns in den Kommentaren.