Ella on the Run: So ganz ganz kurz vor dem Electro-Pop-Himmel

Das Flugzeug aus England fliegt uns einen ganz besonderen Gast in unser Studio: Ella on the Run. Auf ihrer aktuellen EP «Undone» kratzt die mittlerweile in London beheimatete Zürcherin an den Toren zum Pop-Himmel. Das kommt gut.

Eine Künstlerin namens Ella On The Run veröffentlicht einen Track mit dem Titel «Walk Away»? Ja doch, wir haben's verstanden, die Message ist eindeutig: Ella will weg.

Und tatsächlich: Wenn man sich den bisherigen Lebenslauf von Stephanie Gautier (Ella ist ihr zweiter Vorname) anschaut, dann kommt es einem wirklich so vor, als ob die gebürtigen Zürcherin tatsächlich ständig «on the run» ist: Bis zu ihrem 18. Lebensjahr lebte sie in der Schweiz, dann zog es sie nach Paris, später gings in die Staaten, mittlerweile ist sie in London angekommen.

Trotz ihrem busy Reiseplan hat Gautier die Schweiz aber immer noch auf dem Radar. Ihre beiden Eltern leben hier – und schliesslich wollen auch mit schöner Regelmässigkeit Konzerte in ihrer eigentlichen Heimat gespielt werden (z.B. am SRF-Virus-Konzertabend «8x15.»)

Das ist Pop – und das ist auch gut so

Ella on the Runs aktuelles Reisegepäck, ihre im April erschienene EP «Undone», gilt es besonders sachte anzufassen: «Undone» beinhaltet vier Songs, drei davon eigene. Dabei steht Gautier durchgehend mit beiden Füssen im Pop und befindet sich musikalisch unter dem Strich gar nicht mal so weit weg von Popsternchen wie Alessia Cara oder Tove Lo. Trotzdem: Ella on the Run klingt nie anbiedernd oder klebrig.

Denn Gautier hat stets eine erfrischend kühle und relaxte Herangehensweise an ihre Songs. Wohl nirgendwo zeigt sich das so gut, wie beim letzten Song ihrer EP: eine leicht düstere Goth-Version von «All That She Wants» (Ja, richtig, der Megahit von Ace of Base aka der womöglich beste Song aller Zeiten?).

Und wann kommt ein Album? Wohl nicht so bald. «Es gibt einen einfachen Grund, warum ich bislang noch kein Album veröffentlicht habe: In meiner Vorstellung soll sich jeder Song auf meinem Album wie eine Single anhören. Und so etwas braucht Zeit. Das ist nichts, was du in ein paar Monaten schreibst», sagt sie im Interview.