Kapnorth aus Luzern schnuppern Pop-Luft

Die Luzerner Band ist mit einem neuen Album am Start. Am 1. Mai veröffentlichten sie ihr Werk «Dematerealize» - wir haben bereits in die Scheibe gehört. Unser Fazit: Poppiger als das erste Album, aber das tut ihnen richtig gut. Eine rundum richtig gute Scheibe!

Der Anfang

Kapnorth aus Luzern veröffentlichten 2013 ihr Debutalbum «Thunder Lightning Storm». Finanzieren konnten sich die 4 Jungs die Scheibe dank Crowdfunding. So war es ihnen sogar möglich, die Songs in Island aufzunehmen. Der Sound: progressiv, geheimnisvoll und mit einer Prise Psychedelic. Seitdem sind 3 Jahre vergangen.

Das neue Album

Nach einer längeren Pause sind Kapnorth nun wieder zurück. Am 1. Mai veröffentlichten sie ihr neues Album «Dematerealize». Der Albumtitel setzt sich aus den Wörtern «dematerialize» und «realize» zusammen. Es geht um Entschleunigung und darum, materielle Werte aufzugeben. Ganz in diesen Sinne gibt es das Album nur in digitaler Form zu kaufen.

Auf der neuen Scheibe klingen die Luzerner um einiges poppiger als auf ihrem Debut. Das schadet jedoch überhaupt nicht, sondern hat der Band richtig gut getan. Die Songs klingen wie ein Befreiungsschlag, mit dem sie sich freispielen von all den Zwängen des Alltags. Aber zu viel loben müssen wir die Band gar nicht mehr, denn unsere deutschen Kollegen von Tonspion finden bereits:

«Zwischen Art-Pop und Post-Rock ist Demateralize keine leichte Kost. Sie ist eine, die schwer im Magen liegt, die aufwühlt. Ein Gesamtkunstwerk einer viel zu wenig beachteten Band, die zudem als eine der fantastischsten Liveacts unserer südlichen Nachbarn gilt.»

Und deswegen gehen die Jungs jetzt ertstmals in Deutschland touren, bevor sie wieder Konzerte in der Schweiz geben.