Live Session mit Mantocliff aus Basel: Es grüssen die 80er-Jahre

Zu Gast für eine Studio Session: Mantocliff aus Basel. Letzten Monat hat die Band ihr Debütalbum veröffentlicht. Die Songs auf «umbilical» erinnern an die Klangwelten der 1980er-Jahre und werden von ruhepulsartigen Rhythmen angetrieben. Im Mittelpunkt: Die markante Stimme von Sängerin Nives Onori.

Warpaint. Daughter. Bat For Lashes. Das sind die Namen, die einem als erstes in den Sinn kommen, wenn man sich durch das Debütalbum von Mantocliff
hört.

Mantocliff sind ein sechsköpfiges Kollektiv aus Basel, deren Kopf die Leimentaler Sängerin Nives Onori ist.

Onori veröffentlichte vor ein paar Jahren ein Album unter eigenem Namen. Glücklicherweise hat sie sich jetzt aber dafür entschieden, ihre markante Stimme für etwas Handfesteres einzusetzen. Auf dem Mantocliff-Album «umbilical» tauscht sie den folkigen Lounge-Pop ihres Soloalbums «Nebbio» mit messerscharf produziertem Synthie-Pop aus. Eine ausgezeichnete Wahl.

«Sometimes these words need to be dark»

Ob die sechs Musiker ihre musikalische Sozialisation in den 1980er-Jahren erlebt haben, lässt sich nur schwer erkennen: Die Band versteckt sich auf ihrem Promomaterial und in ihrem Videoclip hinter einer düsteren Ikonographie. Und trotzdem: über «umbilical» hängt ein stetiger Schleier von 80er-Traurigkeit. «Sometimes these words need to be dark», singt Onori auf der Single «These Words». Robert Smith von The Cure wäre stolz auf dieses Album.