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Bandporträt «Of Inner Cities» von Bleu Roi aus Basel: Das Weltenbummler-Album

Gezeugt und geboren irgendwo zwischen New York und Göteborg: Das Basler Quartett Bleu Roi präsentiert uns sein tolles Debütalbum «Of Inner Cities». Dazu gibt's eine Livesession aus unserem Studio.

«Of Inner Cities», das Debütalbum von Bleu Roi, Link öffnet in einem neuen Fenster aus Basel, ist ein waschechtes Weltenbummler-Produkt: So entstanden die 11 Songs des Albums während eines Aufenthalts in New York, fertig geschliffen wurden sie dann in der schwedischen Hafenstadt Göteborg.

Das musikalische Gedankenfutter während des Entstehungsprozesses war für das Quartett aus Basel der «nordische Klang» von Bands wie Sigur Rós, Link öffnet in einem neuen Fenster aus Island oder Bon Iver aus dem US-amerikanischen Bundesstaat Wisconsin.

Jetzt denkst du vielleicht: Ui, Inspiration aus dem kalten Norden? Ist «Of Inner Cities» eines dieser Larifari-Wolldecken-Alben, die sich so fest darum kümmern, dem Hörer ein wohliges Gefühl in den Bauch zu zaubern, dass sie vor lauter «nicht Anecken» in die totale Langeweile abdriften?

Nope.

Denn Bleu Roi haben es sich auf ihrem Debütalbum zum Ziel gemacht, die musikalischen Wolkenkratzer der Welt zu erklimmen. Und zwar mit viel Glanz und Gloria.

Auf Augenhöhe mit stimmgewaltigen Zeitgenossinnen

So überraschen die 11 Tracks auf «Of Inner Cities» mit haufenweise verspielten Ideen und Basteleien, welche jegliche Folk-Einöde schnell wegpusten.

Die vier Basler klingen pompös und Arme-ausstreckend («Home», «Oh»), aber immer wieder auch bewusst experimentell. So ist beispielsweise die kurze «Ode to New York City» komplett in «a cappella» gehalten und eines der Highlights des Albums.

Immer wieder erinnert uns Sängerin Jennifer Jans dabei an stimmgewaltige Zeitgenossinnen wie Julia Holter, , Link öffnet in einem neuen FensterJulianna Barwick, Link öffnet in einem neuen Fenster oder Zola Jesus, Link öffnet in einem neuen Fenster und wir stellen am Ende erfreut fest: Trotz nordischer Kälte im Kopf fällt das Endergebnis um einiges wärmer aus, als man es erwarten konnte.

(Vielleicht liegt das ja auch daran, weil Bon Ivers – Wir erinnern uns: eine der Hauptinspirationen des Albums – Heimatort Fall Creek drei Grad südlicher liegt als Basel?)

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