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Bounce Rausch, Sex und Hunger: Nativ & Questbeatz mit «Awful»

Hallo?! Was?! Aber Nativ rappt doch auch auf «Awful» oft ansatzweise sozialkritisch und spricht über mehr als die handelsübliche Vibe-Musik, die aktuell produziert wird?! Ja, true. Im Vergleich zum Vorgänger «Baobab» ist «Awful» aber schlicht und einfach vorallem eins: einfacher.

«Awful» ist in einem, entspannten Guss durchzuhören. Nativ , Link öffnet in einem neuen Fensterliess sich nach eigener Aussage von moderner, zeitgemässer Rapmusik inspirieren, und S.O.S. Hausproduzent Questbeatz (dem man eigentlich aufgrund seiner Allround-Produktionensfähigkeiten den Übernamen «Beat-Federer» geben könnte) liefert zwölf extrem nach 2019 klingende Trap-Instrumentals.

Der erste Eindruck: Wenn man das Album direkt mit dem Vorgänger «Baobab» vergleicht, wird hier weniger von und an die Kanzel gepredigt und das eigene «Sünden» moniert, sondern mehr einfach entspannt über das Leben und die Wünsche von Nativ berichtet.

Inhaltlich geht es oft um Rausch, das Abschalten, Sex – immer vermengt mit dem für Nativ typischen Hunger und Hustlebewusstsein. Es ist Trap, realitätsanfechtend und Rausch zelebrierend. «Easy Listening», ein Ausdruck, der mein Musiklehrer anno 1921 als Schimpfwort brauchte, trifft ehrlich und ohne negativen Beigeschmack auf «Awful» zu. Standout-Songs nach dem obligaten First-Listen-Review:

«Doucement» // «Carbon» (ft. Stereoluchs) // «Funny Dudes» (ft. Cobee) // «Octavia»