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Festival Das war das Royal Arena 2017

Am Royal Arena schmeissen sich alle 5 Hip-Hop-Elemente in die Sonntagskluft und werden gefeiert - das gibt es so sonst nirgends in der Schweiz. Auch diese Dichte an Schweizer Musik, zu spätabendlichen Zeiten, gibt es nur am Royal. Und ein kiffender Chris von Rohr (WTF)? Jep. Du weisst schon wo.

Bild des Publikums am Royal Arena Festival
Legende: Royal Arena: 1 (Main)stage, 1 Crowd, 1 Love. Royal, du Familientreffen du. SRF Virus / Simona Vallicotti

Unsere Liebeserklärung

Auch wenn man am Freitagabend noch so graukopfig und gestresst von der Arbeit in Biel ankommt, wartet er schon am Bahnhof auf dich: Der Royal Arena Vibe.

In der Luft liegt ein süsslicher Geruch (100%ig von diesem legalen CBD Gras), ein DJ legt für die «auf-den-Shuttle-Wartenden» auf, und auch wenn man sich nicht kennt, ist die Schulterklopf- und Fistbumpbereitschaft höher als bei einem NBA-Team vor Spielbeginn!

Wenn wir ehrlich sind, kann ja aber sowieso jede(r) Royalbesucher(in) spätestens bei seinem zweiten Mal bereits bekannten Gesichtern entgegen prokka-plowen, denn: das Royal Arena ist ein Familienfest. Überblickbar, freundlich und Loyalitäts-generierend wie Stammkundenrabatt. Finden nicht nur wir.

Chris von Rohr und die Hits von der Bong

Nebst der Tatsache, dass das Royal Arena definitiv ein musikalisch «altmodischeres» Publikum anzieht, welches auf Acts wie Cypress Hill und Delinquent Habits zehn Mal mehr abfährt als auf Stormzy oder French Montana, kam dieses Jahr wirklich ein älterer Herr auf Besuch.

Mr. Meh Dräck höchstpersönlich gurkte im Backstage rum, (mit Schirmhalter, kinda pimpin, wie ich widerwillig zugebe), bis wir ihm die Hand reichen und nachfragen: «Chris von Rohr. Was machst denn du hier?»

Die kurze Antwort: mit Cypress Hill kiffen. «Mä mues offe si für aus! I ha denkt, i luege mir ds mou a.»

Chris von Rohr mit Teufelshandzeichen und schwarzem Pulli
Legende: Chris vom Friedensrohr ... also gut, es war eine Pfeife, auf dem Foto mit ihm und Cypress Hill auf ihrem Hotelbalkon. O.M.F.G. SRF Virus

Swiss Rap Allstars: CH-Rap vom Feinsten

Nirgends sonst hat es so eine hohe Dichte an Schweizer Acts, wie am Royal Arena. Hier versammelt sich ein Publikum, welches stolz auf seine Lokalmatadoren ist, aber auch «Fremden» ihren Hype gönnt. Meistens mit einer sehr hohen Crowd-Teilnahme.

Der Höhepunkt der Schweizrap Momente (vielleicht gar des Festivals)? Die Swiss Rap Allstars, natürlich.

Vier Schweizer Acts teilen sich für eine Stunde die Bühne und heizen ab 21:00 Uhr (ein Ehrenslot) auf der Mainstage ein. Die Opener-Crew S.O.S. hatten dieses Jahr objektiv betrachtet den grössten Turn Up des Festivals.

Tequila weicht der Deepness - Delinquent Habits überraschen

Ja, Interviews stehen auch auf dem Programm. Und ich wurde doch glatt aus den Socken gehauen, in was für eine Tiefe das Gespräch mit Ives Irie von den Delinquent Habits ging. Das muss schon fast in Faden gemessen werden. Ein harter Mann im Gespräch über Schwäche.

SRF Moderator und Rapper Ivies Irie posieren
Legende: Ives Irie von den Delinquent Habits zeigt Hals wie ein Löwe Der mag loco a.f. sein - aber smart und feinfühlig auch. Sehr überraschend. SRF Virus

Dillon Cooper: jung, sympa, dope.

Auf der Bühne hat er abgeliefert, und im Backstage war der junge Amerikaner eine Freude. Er hatte Bock auf Interviews, zeigte keine Spur der Ungeduld, und man muss sagen: Sein Style war on point.

Vinnie Paz: «Ich hasse es, von Fremden berührt zu werden!»

Jedi Mind Tricks sind nicht gerade bekannt für friedliche Musik. Auch ihr Erscheinungsbild gehört nicht wirklich in die Kategorie «weltumarmende Hippies». Entsprechend zitternd haben wir uns in Richtung Interview mit Vinnie Paz begeben. Doch erstens kam alles anders, und zweitens, als wir dachten.

Vinnie Paz
Legende: Vinnie Paz ist ja sooooo freundlich, hehe SRF Virus

D.A.N.K.E

Liebes Royal Arena Festival, danke! Danke für die Love, den Hip-Hop, die militanten Realkeeper und die aussterbenden Baggieträger, für den einzigartigen Vibe und die fehlende (weil unnötige) Polizeipräsenz, das geile Essen (Shoutout Saftstand und Pulled Beef) und die vielen guten Konzerte.

Da kann man über 1, 2 Vollplaybackwhackness Shows getrost absehen (hääää, Link öffnet in einem neuen Fenster).

1 Kommentar

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  • Kommentar von Ursula Zweifel (UrsulaZweifel)
    SRF Virus der Jugendsender, sollte sich eigentlich für neutrale Berichterstattungen i.S. Service Public einen Namen machen; die Zahlen sprechen eine andere Sprache; der Druck nimmt intern zu und in ein paar Jahren wird es nach der nächsten Billag Abstimmung zum Bereinigungsprozess kommen. Es ist illegal und total unnötig, hier Drogenwerbung zu betreiben; auch Herr Vögtli kann es wieder nicht lassen, einen Seitenhieb auf heimische Künstler abzufeuern; der Neid muss wohl grenzenlos sein
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