Das Zürich Openair ist das geilste Schweizer Festival - Punkt!

Zu durchgestylt, kein Charme, keine Stimmung: Ob in Hörermails oder in sozialen Medien, das Zürich Openair kommt oft schlecht weg. Ich breche hier eine Lanze für das ungeliebte Kind in der Schweizer Festivalfamilie. Für mich ist es der Höhepunkt des Festivalsommers und dafür gibt es gute Gründe.

Redaktor Danias Dietziker in seinem Element: Mit Miles Kane und dessen Schlagzeuger am Zürich Openair 2013. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Redaktor Danias Dietziker in seinem Element: Mit Miles Kane und dessen Schlagzeuger am Zürich Openair 2013. SRF

1. Das Zürich Openair ist ein Stadtfestival

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Auch wenn man es mit dem Gelände auf einer Wiese beim Flughafen Zürich nicht glauben würde, aber das Zürich Openair ist ein Stadtfestival. Ich kann easy per ÖV zum Gelände fahren und nach einem kleinen Spaziergang stehe ich am Eingang des Geländes. Genau so locker ist die Abreise. Verdreckte vollgestopfte mühsame Shuttlebus-Fahrten gibts nicht.

2. Zelten, warum?

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Viele Festival-Fans bemängeln, dass am Zürich Openair kein richtiges Festival-Feeling aufkommt, weil das ganze Drumherum mit Zeltstadt etc. fehlt. Stimmt doch gar nicht! Die Organisatoren haben erst letztes Jahr das Camping-Areal vergrössert und da ist immer was los! Wer zelten will, kann das also ohne Probleme.

Aber warum eigentlich Zelten? Zürich = Stadtfestival. Jeder kennt doch irgendjemanden in Zürich. Ein Gschwüsterti, alten Schulfreund, Studien- oder Arbeitskollegen, Grosi, Gspusi oder sonstige Bekannte in oder um Zürich, der/die ein Gästebett, Couch, Badewanne, Estrich, Perserteppich, Hängematte, Luftmatratze oder sonst was zum Drauf- oder Drinpennen hat, oder?

Geniesst diesen Luxus und kommt frisch ausgeschlafen aufs Gelände und nutzt eure Energie, um richtig Stimmung zu machen!

3. Das beste Line-Up überhaupt

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Das Zürich Openair schafft es jedes Jahr aufs Neue, Acts in die Schweiz zu holen, die niemand sonst hat. 2012 war es Kraftwerk, 2013 Nine Inch Nails und dieses Jahr beispielsweise The Libertines oder Fatboy Slim.

Auch sonst ist das Programm dieses Jahr mit Acts wie Tame Impala, Alt-J, Interpol, TV On The Radio, Kasabian, Jungle undundund so hochkarätig besetzt, dass mir als Musikliebhaber nur noch die Freudentränen kommen.

4. Einheitlicher, futuristischer Look

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Oft wird dem Zürich Openair vorgeworfen, es habe keinen Charme und alles wirke steril und gekünstelt. Aber come on! Genau dieses futuristische, durchgestylte und einheitlich gelabelte Festivalgelände hebt doch das Zürich Openair aus der Masse heraus und macht es anders. Warum immer das Gleiche?

Ist doch toll, wenn ein Festival einen etwas anderen Weg geht. Zudem hält sich so die Marketingschlacht, wie wir sie von anderen Openairs kennen, extrem in Grenzen.

5. Nicht dem Hudelwetter ausgeliefert

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Die Organisatoren haben aus dem Schlamm-Desaster von 2010 schnell gelernt. Das gesamte Gelände ist seither mit festen Wegen verbunden. Wer also nicht in den Schlamm will, der muss auch nicht. Der Platz vor der Hauptbühne ist ebenfalls ausgeplättelt. Die einzige Bühne übrigens, die am Zürich Openair nicht überdacht ist.

Die beiden kleineren Bühnen sind in Zelten untergebracht. Das schützt nicht nur vor Regen und Wind, sondern tut auch dem Sound während der Konzerte sehr gut, da er unter dem Dach nicht einfach verpufft.

Du bist nicht meiner Meinung? Na dann los, her mit deinem Kommentar! Das Zürich Openair 2015 findet übrigens vom 26. bis 29. August statt.