«Solo bin ich ein noch grösseres Arschloch als mit Band»

Bevor es Anfang nächstes Jahr wieder mit Balthazar ins Studio geht, lebt der Belgische Musiker Warhaus seine narzisstischsten Persönlichkeitszüge mit seinem Soloprojekt Warhaus aus. Zeit für ein bisschen Schminkspass dazwischen bleibt aber trotzdem.

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Warhaus live 2017

Diesen November stehen noch zahlreiche weitere CH-Daten von Warhaus an.

  • 21.11. Fribourg
  • 22.11. Luzern
  • 23.11. Sion
  • 24.11. Nyon
  • 25.11. Aarau

«We Fucked A Flame Into Being» ist ein Albumtitel, der einem sofort ins Auge fällt. Nur, ähhhmm, was genau soll das eigentlich heissen?

Wir haben beim Schöpfer dieses Satzes, Maarten Devoldere alias Warhaus, nachgefragt – leider konnte auch er uns keine klare Erklärung liefern.

«Es bedeutet nichts wirklich Konkretes», sagt Devoldere als wir ihn Backstage am Zürich Openair auf den Titel seines ersten Soloalbums ansprechen, so der Belgier weiter.

Im Schminkzelt zum Piraten geworden

Nächstes Jahr wird Devoldere wieder mit seiner Hauptband Balthazar ins Studio gehen. Bis Ende Jahr kann er aber noch alle Freiheiten geniessen, die er dank seinem Soloprojekt zurzeit ausleben kann: «Es ist nicht so, dass Balthazar irgendwie ein Kompromiss wäre. Überhaupt nicht! Mit Warhaus kann ich einfach andere Gefühle und eine andere Version von mir selbst ausleben.»

Warhaus Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Warhaus Backstage am Zürich Openair 2017. SRF

Im Klartext heisst das: «Wenn du in einer Band spielst, dann ist Teamwork wichtig. Wenn du alleine Musik machst, musst du in sämtlichen Aspekten übertreiben. Eigentlich eine ziemlich narzisstische Angelegenheit. Man könnte also sagen: Solo bin ich ein noch grösseres Arschloch als mit Band, haha.»

Ans Zürich Openair hat der Musiker aus Gent übrigens nur positive Erinnerungen: «Als ich das letzte Mal hier gespielt habe – mit Balthazar – waren wir ziemlich betrunken und wir haben uns im Schminkzelt schminken lassen. Einige von uns waren Prinzessinnen, ich ein Pirat», erzählt uns Devoldere.

Mit dem eigenwilligen Make-up auf die Bühne getraut hat er sich dann aber doch nicht: «Das hätte irgendwie nicht zu unserer Musik gepasst. In so einem Fall bräuchten wir andere Instrumente – vielleicht eine Harfe?»