Wenn du für das Openair zuerst einen Berg bezwingen musst

Die grosse Frage am Gurtenfestival: anstehen für das Bähnli oder hochlaufen? Wir haben beide Lager begleitet.

Die Zeit auf dem Güsche ist grosses Kino. Aber man muss sich die einzelnen Tage am Gurtenfestival verdienen. Es gibt nämlich zwei Möglichkeiten auf den Berner Hausberg zu kommen:

Bettina rennt Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schnell rauf vor dem Stau. SRF Virus

Variante Nr. 1: Das Rauflaufen

Es ist anstrengend, schweisstreibend und zum Teil ordeli steil. Nach circa einer Viertelstunde denkst du bei jeder Kurve: «Aaah, jetzt sind wir endlich oben.» Falsch gedacht, dieser Weg hat mehr Kurven als Kim Kardashian. Die gesamte Strecke ist 1,8 km lang.

Warum tun die Leute sich das an? Die Antwort ist simpel: Es sei Tradition, ein richtiger Gurten-Besucher bezwinge den Berner Hausberg mit seinen Füssen.

Talstation Gurtenbahn Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Ziel vieler: die Gurtenbahn. SRF Virus

Variante Nr. 2: Die Gurtenbahn

Falls dein erster Gedanke jetzt ist: «Aber hallo, wenn es ein Bähnli hat, würde ich sowieso damit auf den Berg rauffahren.» Dann Obacht! Die Schlange zum raufdüsenden Glück ist lang. Sehr lang. Du musst dir dafür die Beine in den Bauch stehen.

Willst ein paar Fakten? Das Gurtenbähnli fährt durchschnittlich 28 km/h, eine Fahrt dauert drei Minuten und 120 Leute haben Platz im Bähnli – und pro Tag hat das Festival 20'000 Besucher.

Das Fazit

Egal, ob mit der Bahn oder zu Fuss, beides dauert rund eine Dreiviertelstunde. Bist du aber erst mal oben, läufst auf das Gelände und die ersten Klänge deiner Lieblingsband gehen durch deinen Körper, sind alle Strapazen vom Anreiseweg weggeblasen.