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Let's Play «Paper Mario: The Origami King»: Kontroverses neues Kampfsystem

Video: Guido spielt «Paper Mario: The Origami King» (Let’s Play)

Wenn sich die Fans der «Paper Mario»-Serie eine neue Ausgabe wünschen könnten, hätten sie am liebsten wohl einfach eine Kopie von «The Thousand Year Door» (2004, damals noch auf dem Game Cube). Doch Intelligent Systems und Nintendo versuchen beharrlich, ihre Formel neu zu erfinden und steuern ebenso konsequent von den einfachen Rollenspiel-Ursprüngen der Serie weg. So auch in der neusten Ausgabe für die Switch, «The Origami King».

Beibehalten wurde Optik und Stimmung: Noch immer sind alle Figuren aus dem Mario-Universum hier nicht dreidimensional und knubbelig, sondern flach und aus Papier ausgeschnitten. Auch die Welt um sie herum sieht aus, als sei sie aus Karton und Papier gebastelt.

Ausserdem ist das Game richtig lustig, mit tollen Dialogen, Meta-Witzen und natürlich tonnenweise Papier-Wortspielen.

Was in jeder der letzten Ausgaben aber immer wieder neu ist, ist das Kampfsystem. In «Color Splash» von 2016 für die Wii U hat mir dieses gar nicht gefallen – viel zu kompliziert, «zu viel Aktion für zu wenig Action».

In «The Origami King» ist es nun völlig neu – und es spaltet die Gemüter. Es funktioniert so: Mario steht in der Mitte, die Gegner sind um ihn herum konzentrisch angeordnet. Mario kann sie nun auf vier Drehscheiben so drehen, dass sie in einer möglichst günstigen Formation vor ihm zu stehen kommen – vier in einer Reihe für eine Attacke mit dem Stiefel, oder vier im Quadrat für einen Schlag mit dem Hammer.

Gelingt uns das (unter Zeitdruck und mit einer beschränkten Anzahl Zügen), erhalten wir einen grossen Angriffsbonus und können den Kampf in der Regel in unserem ersten Zug beenden. Gelingt es nicht, das Drehrätsel zu lösen, zieht sich der Kampf in die Länge und auch die Gegner bekommen eine Chance, Mario weh zu tun.

Mir hat dieses System gefallen. Es ist herausfordernd, manchmal richtig knifflig. Wenn es gelingt, die Gegner richtig zu platzieren, ist der Angriff danach sehr befriedigend. Und mit verschiedenen Gegner-Typen und unterschiedlichen Konstellationen sind ganz viele Rätsel möglich, die Kämpfe bleiben also abwechslungsreich.

Andere dagegen finden das System mühsam, weil es aufwändig ist und weil man die Rätsel unter Zeitdruck lösen muss. Letzterer führt oft dazu, dass man in Panik gerät und auch Lösungen nicht mehr sieht, die eigentlich auf der Hand lagen. Das erzeugt Druck, der den Lerneffekt einschränkt, bestimmte wiederkehrende Stellungen zu erkennen und sich Dreh-Muster anzugewöhnen.

Wir raten deshalb: Das Let's Play oben anschauen! Wenn dich diese Drehrätsel ansprechen, wirst du am neuen «Paper Mario» Spass haben. Wenn dir das mühsam vorkommt, darfst du weiterhin «The Thousand Year Door» nachträumen.

«Paper Mario: The Origami King» ist für die Nintendo Switch.

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