Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Let's Play «Wattam»: Dein Freund, das goldene Scheisshäufchen

Unbeschwerte Fröhlichkeit: Das neue Game von Keita Takahashi ist charmant, aber nicht so gut wie frühere Meisterwerke.

Guido spielt «Wattam» (Let’s Play)

Zuerst existierte die Welt. Dann flog alles auseinander und unser Hauptfigur, ein grüner Würfel namens «Mayor», war ganz allein. So machte er sich auf, seine Freunde wieder zu finden: ein Stein, Blumen, eine Nase, ein Haus, eine Flasche oder goldene Scheisshäufchen.

Das ist die Geschichte von «Wattam», des neuen Games von Keita Takahashi. Takahashi landete mit «Katamari Damacy» 2004 einen Überraschungshit, auch «Noby Noby Boy» von 2009 war grossartig, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Dann verliess ihn das Glück. Das nächste Projekt, ein Online-Game namens «Glitch», hob nie ab (auch wenn daraus später der heute erfolgreiche Chat-Dienst «Slack» hervorging). Auch der Versuch, in einer englischen Gemeinde einen Spielplatz zu bauen, verlief im Sand.

Nur schon deshalb ist «Wattam» etwas spezielles: Es ist die Rückkehr Takahashis, über zehn Jahre nach «Noby Noby Boy».

Während «Noby Noby Boy» eigentlich mehr Spielplatz als Game war (es ging lediglich darum, den Boy zu strecken), hat «Wattam» nun Struktur: Um die Freunde des «Mayors» zurückzubringen, lösen wir einfache Kombinationsrätsel – diese Figur interagiert mit jener. Die meisten dieser Rätsel sind einfach. Das Game lebt nicht von der Herausforderung, sondern von der unbeschwerten Fröhlichkeit, einer gesunden Prise Wahnsinn und dem Slapstick, der aus den wilden Kombinationen einfacher Figuren entsteht.

Allerdings kommt «Wattam» nicht an die früheren Meisterwerke von Keita Takahashi heran. Aus zwei Gründen:

  • Die Steuerung ist zu umständlich. Der rechte Stick am Kontroller steuert nicht wie in jedem anderen Game die Kamera, sondern wechselt zwischen Figuren. Auf andere Figuren zu klettern oder sie bei der Hand zu nehmen ist zentral für das Gameplay, funktioniert aber oft nicht glatt genug.
  • Es gibt zwar über 100 Figuren zu entdecken. Aber nur einige wenige erlauben spezielle Interaktion, z.B. der Mund, der andere Figuren essen kann oder eine Zwiebel, die andere Figuren zum weinen bringt. Die meisten Figuren können aber nichts ausser Hallo sagen und aufeinander klettern. Sie fühlen sich drum wie Statisten an. Hat man die Geschichte zu Ende gespielt, bleiben kaum Gründe, weiterzuspielen.

Trotzdem: «Wattam» ist sehr charmant und trägt die unverkennbare Handschrift Takahashis. Die mag ich sehr und deshalb auch das neue Game.

«Wattam» ist für Playstation 4 und Windows PC.

Mehr aus GamesLandingpage öffnen

Nach links scrollen Nach rechts scrollen