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Helvetia «Es ist das Schönste, wenn sich verschiedene Kulturen mischen»

In der neusten Folge unserer Webserie «Helvetia» erzählt Musikerin Ta'Shan ihre Geschichte. Sie ist zwischen zwei Kulturen aufgewachsen und musste lernen, mit negativen Erfahrungen aufgrund ihrer Herkunft umzugehen. Unterkriegen lässt sich die 28-Jährige davon aber nicht. Im Gegenteil.

Shanta Azalea Venkatesh, wie Sängerin Ta'Shan bürgerlich heisst, lebt heute in London. Aufwachsen darf sie in einem grosszügigen Haus in Münsingen bei Bern. «Schon mein Mami ist hier aufgewachsen. Dass ich in diesem coolen Haus aufwachsen durfte, ist ein Riesenglück», freut sich die 28-Jährige.

Ich fühle mich mehr als Schweizerin, weil ich hier aufgewachsen bin.

Neben einem tollen Zuhause wird Ta'Shan auch zwischen zwei Kulturen gross: Ihre Mutter ist Schweizerin, ihr Vater Inder. «Ich fühle mich mehr als Schweizerin, weil ich hier aufgewachsen bin», erklärt sie, fügt aber an: «Bin ich mit Schweizern zusammen, fühle ich mich dann aber eher als Nichtschweizerin.» Dasselbe Gefühl kommt bei der Sängerin auf, wenn sie Zeit mit Indern verbringt, dann fühle sie sich nicht voll als Inderin.

«Helvetia»

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«Helvetia»

Wie tickt die junge Schweiz?In der fünfteiligen Webserie «Helvetia» übernehmen junge Menschen mit und ohne Schweizer Pass das Wort. Sie erzählen persönliche Geschichten aus ihrer Kindheit, und von ihrer Herkunft.

Alle Folgen von «Helvetia» findest du hier, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Auch zuhause sind ihre beiden Wurzeln für Ta'Shan nicht immer einfach. «Meine Mutter hat ihren Mädchennamen behalten und mein Vater wollte, dass auch ich diesen annehme.» Er sagte ihr, sie werde es sonst schon schwer haben mit ihrem etwas anderen Aussehen, da müsse der Name nicht eine weitere Hürde sein.

Ich habe eine Praktikumsstelle nicht bekommen, wahrscheinlich wegen meines Hintergrunds.

Drama hin oder her, die junge Musikerin entschliesst sich, ihren indischen Nachnamen Ventakesh zu tragen – für die Befürchtungen ihres Vaters gibt es vereinzelt Bestätigung: «Ich habe eine Praktikumsstelle nicht bekommen, wahrscheinlich wegen meines Hintergrunds», erzählt uns Ta'Shan.

Es ist das Schönste, wenn sich verschiedene Kulturen mischen können.

Die Sängerin lässt sich von solchen Rückschlägen aber nicht unterkriegen: «Es ist eine Realität, die so lange existiert, bis wir alle ‹mixed› sind!» Aber genau diesen Mix findet Ta'Shan schön: «Es ist das Schönste, wenn sich verschiedene Kulturen mischen können.» Das sei etwas, das sie weitergeben wolle. «Meine Kinder werden schliesslich auch ein Gemisch sein wie ich!»

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Es ist das Schönste, wenn sich verschiedene Kulturen mischen können
    Danke fuer diese Aussage...und ich weis was Sie erlebt haben... ich bn mit einer dunkelhaeutigen Suedfrikanerin verheiratet... da fuehlt man allenthalben Reservation, auch in der CH... aber trotzdem ich bin immer wieder erstaunt dass wir noch nie NIE schwere rassistische Reaktionen erleben mussten. Die Welt wird event homogener..
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  • Kommentar von Stefano Simeone  (SteSi)
    Schöner Titel, ich hoffe, dass man dennoch anderer Meinung sein darf, ohne in die braune Ecke gestellt zu werden.
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  • Kommentar von Daniel Flückiger  (Daniel Flückiger)
    Sowohl Vielfalt wie auch Homogenität gehen selbstverständlich mit spezifischen Herausforderungen einher. Die Frage ist, wie man mit der Welt, in der man lebt, und ihren spezifischen Herausforderungen umgeht: Ablehnen und sagen, anders wäre alles besser. Oder annehmen, entdecken und leben. Ich wünsche allen das Zweite.
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