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Loredana im Gespräch mit Lukie Wyniger
Aus Junge Popkultur, urbanes Leben vom 30.10.2019.
abspielen. Laufzeit 41:45 Minuten.
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Interview in voller Länge Loredana: «Ich prahle sehr, sehr gerne mit Geld in meiner Musik»

SRF Musikredaktor Lukie Wyniger hat die Rapperin getroffen, um mit ihr über ihre Musik, die Schweiz, über Geld, ihr Leben als Rapstar und Mutter, Vorbildfunktion und die Betrugsvorwürfe zu sprechen.

Sie ist die derzeit erfolgreichste Schweizer Musikerin: Loredana (24) aus Emmenbrücke. Die Rapperin landet zur Zeit einen Hit nach dem anderen, hat auf Instagram über zwei Millionen Follower*innen und ihr neues Album «King Lori» schaffte es auf Platz 3 in den deutschen Charts.

Nach schweren Betrugsvorwürfen im Frühjahr, eine darauffolgende chaotische Pressekonferenz, der Geburt ihrer Tochter Hana und Songtexten gefüllt mit Prahlerei über Luxus und Geld, polarisiert sie wie sonst kaum jemand in der Schweiz: Entweder man liebt oder hasst sie.

Loredana über ihre Musik

«70 Prozent der Texte sind von mir» und «ich weiss nicht, ob man aufgrund von Autotune beurteilen kann, ob jemand ein Künstler ist oder nicht. Travis Scott war der Krasseste der letzten zwei Jahre, obwohl er Autotune verwendet, bis die Ohren schmerzen. Um Künstler zu sein, braucht es ein Gesamtpaket».

Vor ihrem Erfolg schrieb Loredana für andere deutsche Rapper. Ihren ersten Hit «Sonnenbrille» wollte sie dann aber selber rappen. Loredana erzählt auch, dass sie von Lo & Leduc noch nie gehört hat und sich mit der Schweizer Musikszene wenig befasst. Ausser Bligg, EAZ und Xen kennt sie kaum jemanden.

Loredana zu den Betrugsvorwürfen

«Es ist nicht mein Problem, wenn die Leute glauben was in der Zeitung steht. Darum provoziere ich weiter, damit sie noch mehr Hass auf mich bekommen.» Loredana hofft, dass die Staatsanwaltschaft vor März 2020 den Fall abschliesst. Dann geht sie auf ihre erste grosse Tour durch Deutschland und die Schweiz.

Loredana über die Schweiz

«Ich bin ein kompletter Schweiz-Fan. Ich bin so gerne hier. Ich glaube, ich werde die Schweiz nicht verlassen. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir nicht willkommen sind, wenn man sich so verhält, wie man sollte.»

Ich kann nicht verstehen, wie man jemanden hassen kann, den man persönlich nicht kennt.
Autor: LoredanaRapperin

Als ich nachfragte, ob sie sich immer noch willkommen fühlt in der Schweiz seit die Betrugsvorwürfe in den Medien waren, meint Loredana nur: «Je mehr ich erreicht habe, desto mehr Leute hassten mich. Aber ich kann so oder so nicht verstehen wie man jemanden hassen kann, den man persönlich nicht kennt. Ich versuche mir immer ein eigenes Bild von einer Person zu machen.»

Loredana zur Vorbildfunktion

«Ich bin nicht dazu da, den Leuten in meiner Musik Moral zu predigen oder zu erzählen, was richtig ist und was falsch. Ich werde versuchen meiner Tochter zu erklären, was der gute und was der schlechte Weg ist. Aber ich bin – und das verstehen viele falsch – nicht dazu da, euren Kindern zu erklären, was der gute Weg ist. Dafür sind die Eltern da und meine Musik hat damit nichts zu tun. Ich bin hier, um Musik zu machen und das wars.»

Ich bin – und das verstehen viele falsch – nicht dazu da, euren Kindern zu erklären was der gute Weg ist. Dafür sind die Eltern da und meine Musik hat damit nichts zu tun.
Autor: LoredanaRapperin

Loredana hat uns zudem ihre zehn liebsten Songs da gelassen. Alle gibt's in der Spotify-Playlist zum Nachhören und Abfeiern:

11 Kommentare

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  • Kommentar von Behar Panxhaj  (B.P)
    Sie trennt ihre Musik von ihrer Person? Als ob dies nicht ein Abdruck ihres Innern wäre. Oder versucht sie sich aus der Verantwortung zu ziehen, da es ihr evtl., sehr wohl bewusst ist, dass ihre antisozialen und zusätzlich, hochpotent narzisstisch gefärbten Texte, moralisch gesehen, äusserst fraglich sind. Sie sagte auch, dass sie guten Rapp trotzdem hören würde, auch wenn der von einem Messerstecher stammt. Eine nicht sehr differenzierte und reife Ansichtsweise.
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  • Kommentar von Beno Trütsch  (benotruetsch)
    Obwohl ich mit der Musik von Loredana überhaupt nichts anfangen kann, hab ich mir dieses Interview bis zum Schluss angehört. Es war einfach interessant zu hören was für eine Person dahintersteckt. Schmunzeln musste ich als Loredana meinte, dass niemand bemerkt habe, dass beim Song Genick kein Auto Tune verwendet wurde. Vor ca. 2 Stunden habe ich beim Artikel vom 13.09 ein Kommentar geschrieben und unter andern das total übertrieben Auto Tune bei den anderen Songs kritisiert. ;)
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  • Kommentar von Thomas Rohrer  (Thomas83)
    Die Kommentare über die Person Loredana finde ich im allg. sehr negativ, auch bezüglich SRF. Ich finde es Super dass ihr Loredana die Möglichkeit für das Interview gegeben habt. Sie wirkte auf mich sehr ehrlich und sie hat ein dickes Fell. Sie macht Musik die man mag oder nicht. Ich finde die Musik, auch mit meinen 36 Jahren cool und für sie als Künstlerin sehr authentisch.
    Songtexte müssen ja nicht der Wahrheit entsprechen, z.B Wu-Tang Killa Bees heisst ja auch nicht das sie Bienen sind.
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