6 Gründe, weshalb die 2. Staffel von True Detective bekackt war

Gestern Nacht ist die aktuelle Staffel von True Detective zu Ende gegangen. Leider holt auch das actionreiche Season-Finale die Kohlen nicht mehr aus dem Feuer. Die zweite Staffel war über weite Strecken eine Enttäuschung. Und dafür gibt es 6 (mehr oder weniger ernst gemeinte) Gründe...

True Detective: Das Darsteller-Quartett der 2. Staffel konnte nur teilweise überzeugen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: True Detective: Das Darsteller-Quartett der 2. Staffel konnte nur teilweise überzeugen. HBO

1. Nicht mehr gleich überzeugende Schauspieler

Die 1. Staffel von True Detective lebte von den Hauptdarstellern Woody Harrelson und Matthew McConaughey. Sie bildeten nicht nur ein geniales Gespann, sondern zogen den Zuschauer alleine durch ihr Acting in ihren Bann.

In Staffel 2 muss man von einem Hauptdarsteller-Quartett reden: Vince Vaughn und Colin Farrell spielen ihre Charaktere brillant, da gibt es nichts auszusetzen. Rachel McAdams als knallharte Polizistin unglaubwürdig. Und Taylor «Ich kann nur einen Gesichtsausdruck» Kitschs Figur war eigentlich vollkommen überflüssig.

2. Story packt nicht

Es geht um einen Mord. Ah nein, um Morde. Oder doch um illegale Machenschaften in Verbindung mit einer geplanten Schnellzug-Strecke? Ah nein, um Sex-Partys mit Prostituierten. Oder doch eine Verschwörung? Und war da nicht noch was mit Diamanten? Man weiss es auch nach der letzten Episode nicht so richtig.

3. Zu viele Nebencharaktere

In der aktuellen Staffel kommen neben den Hauptdarstellern so viele Nebenfiguren vor, die dummerweise auch noch entscheidend zur Handlung beitragen, dass man sich teilweise vorkommt wie bei Game Of Thrones. (Hmm, was macht der Typ schon wieder? Und wer ist dieses Mädchen? Ach, das ist doch… ah nein, doch nicht...) Hier eine kleine Auswahl:

11850886_10153131761558691_1732260343_n

4. Zu viele Autobahnen

Nach dem zehntausendsten Aerial Shot von Vinci, einer Autobahn oder was auch immer, hat man es dann auch mal gesehen. Wirklich zur Atmosphäre tragen diese Bilder irgendwie nicht bei.

5. Visuell austauschbar

In der 1. Staffel zeigte sich Regisseur Cary Joji Fukunaga für alle acht Episoden verantwortlich. In der 2. Staffel hat dieser durchgehende visuelle Stempel gefehlt, da fast jede Episode von einem anderen Regisseur gedreht wurde. Visuell ist Staffel zwei von True Detective sehr mittelmässig und halt so, wie viele andere TV-Serien auch.

6. Achtung SPOILER: Keine Boobies von Rachel McAdams

In Episode 6 schleicht sich Rachel McAdams an eine dieser berüchtigten Sex-Partys, um an neue Informationen zu kommen. Gebt es zu, insgeheim hofft man, dass man da mal etwas mehr von der guten Rachel zu sehen bekommt. Leider Fehlanzeige… ;-)