«AJIN: Demi-Human»: Diese Anime-Serie musst du sehen

Kei ist ein introvertierter 17-Jähriger und bereitet sich auf sein Medizinstudium vor. Eines Tages wird er gedankenversunken von einem Bus überfahren. Doch das soll nicht sein Ende sein. Vielmehr ist es der Startpunkt in ein neues, gefährliches Leben, das ihn immer wieder an seine Grenzen bringt.

Ein Anime – auch für dich

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Anime: Bäh!

Gerade für solche, die etwas gehemmt sind, sich auf einen Anime einzulassen, ist der Streaming-Gigant Netflix äusserst geeignet, da man ohne grossen Aufwand einfach mal in einen reinschauen kann.

(Unter anderem «Fullmetal Alchemist» und das fast noch bessere Remake «Fullmetal Alchemist: Brotherhood», «Seven Deadly Sins», «Kill La Kill» u.v.m.).

Seit dem 27. Dezember ist die zweite Staffel von «AJIN: Demi-Human» auf der Streaming-Plattform Netflix erhältlich. Grund genug, diese Animeserie ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen und Anime-Desinteressierten schmackhaft zu machen.

Die Ausgangslage

Kei Nagai ist 17 Jahre alt und bereitet sich auf sein Medizinstudium vor. Eines Tages wird er von einem Bus überfahren und tödlich verletzt. Da er jedoch unverwundet aufwacht, stellt er fest, dass er unsterblich ist:

Er ist ein sogenannter Ajin, von denen es bis zu diesem Zeitpunkt nur 46 auf der ganzen Welt gibt. Ajins sind unsterbliche Halbmenschen, weshalb sie auf der ganzen Welt gejagt und zu Forschungszwecken missbraucht werden. Kei muss somit schnellstmöglich untertauchen, um nicht in die Fänge der Polizei zu geraten.

Kei und sein äusserst überzeugender Gegner

Sato aka «Mann mit dem Hut» macht Kei und den Menschen das Leben schwer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sato aka «Mann mit dem Hut» macht Kei und den Menschen das Leben schwer Polygon Pictures

Kei ist immer wieder im Clinch mit sich selbst. Sein Empathievermögen gleicht in etwa dem eines Steins – seine Stärken liegen in der Logik und in der Rationalität. Und genau das ist es, was ihm immer wieder zu schaffen macht, denn er weiss, dass er damit seinen Mitmenschen psychisch Schmerzen zubereitet. Und trotzdem schafft er es nicht, sich zu ändern.

Ihm Gegenüber steht der Bösewicht und Ajin Sato, oder auch «der Mann mit dem Hut», der Gefühle ebenfalls als überbewertet betrachtet um im Gegensatz zu Kei ohne mit der Wimper zu zucken Rache an Menschen nehmen möchte.

Sato geht einem zum Teil richtig auf die Nerven, so dass man ihm durch den Bildschirm eine schwingen möchte – ein gutes Zeichen, denn seine Figur überzeugt somit komplett in dieser Rolle des Bösewichts.

Dass Kei und Sato sich so ähnlich, und trotzdem grundverschieden sind, wenn es um moralische Aspekte geht, macht die Katz- und Mausjagd zwischen den beiden nervenauftreibend spannend.

Moralisches Auf und Ab

Kei und sein «Geist» Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kei und sein «Geist» Polygon Pictures

Die Animeserie von Regisseur Hiroyuki Seshita und dem Studio Polygon Pictures besticht vor allem durch die ständige moralische Auseinandersetzung. Ist es in Ordung, Ajins für Versuchszwecke immer wieder zu foltern und zu töten, wenn diese ja sowieso unsterblich sind, oder nicht? Dasselbe gilt für die Frage, ob es gerechtfertigt ist, dass die Ajins einen Krieg gegen die Menschen beginnen, um Rache an ihnen zu üben.

Die Anime-Serie bietet extrem viel Spannung und eine gute Dynamik der Geschichte und der Charaktere. Optisch wurde zwar oft bemängelt, dass die Serie mithilfe von CGI hergestellt wurde und nicht gezeichnet ist, doch als störend muss das nicht zwingend jeder empfinden. Der Game-artige Stil passt perfekt zur Geschichte und macht die Actionszenen sehr attraktiv und zum Teil fast schon realistisch. Fazit: Richtig packende Serie, die definitiv zum Binge-Schauen einlädt.

Staffel 1 und 2 von «AJIN: Demi-Human» gibt es auf Netflix zu sehen.