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Film-Review Das zauberhafte Kindermädchen Mary Poppins ist zurück!

Mary Poppins, eine Figur mit Kultstatus. Die Geschichte des fliegenden Kindermädchens begeistert generationenübergreifend. Über 50 Jahre nach der ersten Disney-Verfilmung kehrt die legendäre Babysitterin in «Mary Poppins Returns» auf die Leinwand zurück – und verzaubert noch immer!

Die Story

London, 1930: England steht mitten in der Weltwirtschaftskrise. Auch die Familie Banks bleibt von dieser nicht verschont. Ihr Haus steht kurz vor der Zwangsversteigerung. Dazu kämpft die Familie noch immer mit dem Kummer über den Verlust der verstorbenen Mutter Banks.

Als Vater Michael Banks kurz vor dem Verzweifeln steht, schwebt Hilfe vom Himmel herab – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Mary Poppins, das fliegende Kindermädchen mit Zauberkräften, ist zurück um sich der Banks-Familie zu widmen.

Schon als Michael und seine Schwester klein waren, hat Mary Poppins auf sie aufgepasst und viel Wirbel in ihr Leben gebracht. Die Abenteuer, die sie mit ihr erlebt haben, halten sie inzwischen aber für kindliche Hirngespinste. Da kommt Mary Poppins also zur rechten Zeit: Sie nimmt nicht nur Michaels Kinder auf eine ebenso magische Reise mit, sie hilt der Familie auch gleich noch, ihr Haus zu behalten.

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Das hat funktioniert

«Mary Poppins Returns» zeichnet das Londoner Setting des Originalfilms zärtlich nach und trifft die Stimmung des Disney-Klassikers.

Dabei setzt der Film auch in seinen Fantasy-Passagen voll auf den Retro-Look. So ist «Mary Poppins Returns» kein High-End Live-Action-Remake wie Disney sie zur Zeit anderweitig produziert, sondern verwendet für die Passagen in der Zauberwelt Trickfilm-Animationen von damals.

Obwohl die Geschichte vor fast hundert Jahren spielt, wirkt sie ausserdem nie altbacken – was in erster Linie der Hauptfigur zu verdanken ist. Selbstsicher, alleinstehend und sich stets ihrer Fähigkeiten bewusst, war Mary Poppins schon zu Zeiten der ersten Verfilmung ein aussergewöhnlich moderner Charakter und hob sich deutlich von den vielen Disney-Prinzessinnen ab, die hauptsächlich von romantischen Interessen getrieben waren. Auch der neue «Mary Poppins»-Film ist wieder voll von progressiven Botschaften.

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Das hat nicht funktioniert

Emily Blunt in der Hauptrolle versucht erst gar nicht der Performance von Julie Andrews nachzueifern. Sie liefert ihre eigene Interpretation der Rolle. Mary Poppins ist heute etwas weniger herzlich, etwas weniger niedlich als im Original. Die noch strengere Poppins dürfte aber nicht allen gefallen.

Wir besuchen in «Mary Poppins Returns» die gleichen Orte wie im alten Film. Auch Schauspieler aus dem ersten Teil kommen vor. Wer auf Innovatives gehofft hat, dürfte enttäuscht werden.

Fazit

Inhaltlich und visuell bietet «Mary Poppins Returns» zwar nicht viel Neues – ist eigentlich aber gerade deshalb so charmant. Der Film wirkt mehr wie eine Hommage an den Disney-Klassiker als eine tatsächliche Fortsetzung der Geschichte.

Aufgrund der zeitgenössischen Figur der Mary Poppins verfällt der Film aber nie in eine verstaubte Nostalgie. Er bietet alles, was wir uns von einem Disney-Musical um die Weihnachtszeit wünschen: schillernde Unterhaltung, hoffnungsvollen, eskapistischen Zauber und die Einsicht, dass man die Welt immer wieder mal aus Kindersicht betrachten sollte.

Dieser Film ist für

Mary Poppins-Fans und alle die Lust auf einen gemütlichen Kinoabend mit der ganzen Familie haben.

Rating

3.5 von 5 Punkten

Die Fakten

Die Fakten

Cast: Emily Blunt, Meryl Streep, Dick van Dyke
Regisseur: Rob Marshall
Kinostart: 20.12.2018

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