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Film-Review Die tragische Liebesgeschichte zweier Rockstars

Ein Rockstar verhilft einer jungen Musikerin zu Ruhm und zwischen den beiden entsteht eine leidenschaftliche Liebesbeziehung. «A Star is Born» ist Bradley Coopers Regie-Debüt, in dem er auch gleich die Hauptrolle übernimmt – mit niemand Geringerem als Lady Gaga an seiner Seite.

Die Story

Jack ist ein erfolgreicher Country-Sänger, der vor ausverkauften Stadien spielt und von Fans in ganz Amerika gefeiert wird. Privat kämpft der Musiker schon seit Jahren mit Alkohol- und Drogenproblemen.

Nach einem Konzert torkelt Jack eines Nachts zufällig in eine kleine Drag-Queen-Bar, wo die Musikerin Ally gerade einen Auftritt hat. Ally ist eine begabte Sängerin, die mit ihrer Musik jedoch nie Erfolg hatte und mit Jobs als Kellnerin über die Runden kommen muss. Zu oft hätte man ihr gesagt, dass sie zwar gut singt, aber nicht gut genug aussieht. Jack jedoch ist von Ally vom ersten Augenblick an hingerissen. Er besteht darauf, mit ihr Musik zu machen und bringt sie sogar dazu mit ihm auf Tour zu gehen.

Dort bleibt Allys Talent natürlich nicht unentdeckt und bald hat sie ihren eigenen Plattenvertrag. Doch während Allys Karriere steil bergauf geht, hat Jack seine Alkoholsucht immer weniger im Griff.

A Star is Born
Legende: «Ich mache mir Sorgen um dich» Jacks alter Freund Noodles (Dave Chapelle) sieht, dass er nicht vom Alkohol und den Drogen loskommt. A Star is Born

Das hat funktioniert

Popstar Lady Gaga und Bradley Cooper sind für viele wahrscheinlich nicht gerade zwei Personen, die man sich als glaubwürdiges Liebespaar vorstellen kann. Doch dem unterschiedlichen Duo nimmt man die authentische Darstellung der entstehenden Liebesbeziehung zwischen Ally und Jack jede Sekunde lang ab und verliebt sich regelrecht mit den beiden mit.

Bradley Cooper spielt den liebenswürdigen Rockstar Jack mit einer bemerkenswerten charakterlichen Tiefe und Lady Gaga, die man im Film immer wieder von einer verletzlichen Seite sieht, beweist, was für eine facettenreiche Künstlerin sie ist.

Auch abgesehen von der Liebesgeschichte ist «A Star is Born» voller besonderer, zärtlicher Momente. So wie als Jack – ein bärtiger Country-Musiker, der auf einer Farm aufwuchs – einer Drag Queen ein Lied vorsingt.

Das hat nicht funktioniert

«A Star is Born» ist ein Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1938. Vielleicht fühlt es sich deshalb so an, als ob man die Story des erfolgreichen Musikers, der einen Nobody entdeckt und diesen dann über Nacht zum Star macht, schon ein paar mal gesehen hat.

Auf ein bisschen Melodrama muss man sich bei «A Star is Born» ausserdem einstellen. Vor allem gegen Ende greift der Film etwas tief in die Kitschkiste.

A Star is Born
Legende: Oscar-nominierter Schauspieler und Pop-Ikone Die Chemie zwischen Bradley Cooper und Lady Gaga stimmt. Warner Bros

Fazit

Dass Bradley Cooper als Schauspieler einiges drauf hat, hat er bereits mehrfach bewiesen. Mit seinem Regie-Debüt zeigt er uns nun sein Talent vor aber auch hinter der Kamera. «A Star is Born» wirft einen feinfühligen Blick auf die menschliche Seite hinter den schillernden Kulissen der Musikindustrie und bleibt dabei gelungen bei der Perspektive der Hauptdarsteller, die zusammen eine verzaubernde Chemie haben.

Dieser Film ist für

Fans von Musikfilmen, Romanzen und natürlich Lady Gaga.

Rating

4 von 5 Punkte

Die Fakten

Die Fakten

Regisseur: Bradley Cooper
Cast: Bradley Cooper, Lady Gaga, Dave Chapelle
Kinostart: 04.10.2018