«Suicide Squad»: Eine fette Enttäuschung

Will Smith, Jared Leto, Margot Robbie: Die Vorzeichen für den neuen Superhelden-Sommer-Blockbuster «Suicide Squad» wären ja eigentlich gar nicht so schlecht. Trotzdem: für unseren Filmexperten Jérôme Brunner ist dieser Film eine einzige Enttäuschung.

«Marvel» vs. «DC»: in unseren Kinos tobt der Krieg der Comicbuch-Firmen. Die beiden Grosskonzerne (Marvel gehören die Rechte an Spider-Man, für DC steigen Batman oder Superman in den Ring) kämpfen jedoch mit ungleichen Waffen.

Während «Marvel» mit Filmreihen wie «The Avengers», «Captain America» oder «Iron Man» massig Kohle einfährt und sowohl Fans als auch Kritiker überzeugen kann, kommt «DC Comics», der grosse Konkurrent von Marvel, irgendwie nicht so recht vom Fleck.

«Suicide Squad»: Will Smith und Jared Leto als Super-Bösewichte

Vor drei Jahren ist mit «Man of Steel» der Start zum grossen «DC»-Kino-Universum ziemlich missglückt – und auch «Batman v Superman: Dawn of Justice», welcher Anfang Jahr immerhin zwei der grössten Comic-Superhelden aller Zeiten gegeneinander antreten liess, wusste nur bedingt zu überzeugen. Jetzt soll «Suicide Squad», der dritte Eintrag ins «DC»-Kino-Universum, die Kohlen aus dem Feuer holen.

Der Film, der auf der gleichnamigen Comicbuch-Serie basiert und zahlreiche Bösewichte wie den Joker, Harley Quinn oder Deadshot vereint, lockt mit einer beeindruckender Besetzung in die Kinos: Will Smith, Jared Leto und Augenbrauen-Model Cara Delevingne übernehmen die Hauptrollen.

Trotzdem: Bei den amerikanischen Filmkritikern kam der Film derart unter die Räder, dass Fans sogar ein Verbot der Film-Review-Zusammenfassungsseite «Rotten Tomatoes» forderten.

Trotz guten Schauspielern: dieser wirren Story kann kaum jemand folgen

Am Donnerstag startet der Film auch bei uns. Und wie schon seine Berufskollegen aus den Vereinigten Staaten findet auch unser Film-Experte Jérôme Brunner kaum positive Worte für diesen Film.

Suicide Squad Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Suicide Squad»: das Poster zum Film Warner

«Suicide Squad hat viel zu viele Bösewichte und nimmt sich zu wenig Zeit, diese richtig vorzustellen», urteilt Jérôme.

«Dazu kommt, dass es diesem Film absolut an Dramaturgie fehlt und er mit einer schrecklich chaotischen Geschichte daherkommt. Gewisse Seitengeschichten sind einfach nur peinlich», so Jérôme weiter.

Und wie sieht es mit der Besetzung aus? Schliesslich bietet dieser Film die erste Möglichkeit seit dem Tod von Heath Ledger, den legendären Bösewicht Joker wieder auf der Leinwand bewundern zu dürfen: «Der Cast des Films wäre eigentlich super. Nur kommt Jared Leto als Joker viel zu wenig vor. Er ist nur etwa 10 Minuten im Film, spielt die Rolle aber super.»

Das eindeutige Highlight des Films ist jedoch Margot Robbie, welche die crazy Figur der Harley Quinn spielt: «Sie ist extrem gut», so Jérôme.

Ein schlechter Film

Trotz den vereinzelnten Lichtblicken, die komplizierten und chaotischen Dreharbeiten machen sich im Endprodukt offensichtlich mehr als bemerkbar. Jérômes Fazit zu «Suicide Squad»: «Ein schlechter Film und eine fette Enttäuschung. Die Story ist einfach zu wirr. 1.5 von 5 Punkten.»