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Neu im Kino «Wonder Woman»: eine feministische Superheldin. Oder doch nicht?

«Wonder Woman» vermischt griechische Mythologie, Kriegsdrama und Superhelden-Geschichte und wird damit wohl zum kalkulierten Kassenknüller.

Legende: Video «Filmstart diese Woche: «Wonder Woman»» abspielen. Laufzeit 1:42 Minuten.
Aus Keine 3 Minuten – Die Filmkritik für Eilige vom 16.06.2017.

Die Story:

Der amerikanische Kampfpilot Steve Trevor (Chris Pine) wird über dem Meer abgeschossen. Eine schöne Frau rettet ihn. Sie bringt ihn auf eine unbekannte Insel, die in magischen Nebeln verborgen liegt und ausschliesslich von Amazonen bevölkert ist. Dann stellt sich die Retterin als Amazonen-Prinzessin Diana (Gal Gadot) vor. Als sie von Steve erfährt, dass jenseits ihrer Heimatinsel der Erste Weltkrieg wütet, will sie mit ihm an die Front. So wandelt sie sich von Diana zur Wonder Woman mit fast unschlagbaren Waffen: Ein Schwert, ein Schild, ein magisches Lasso und eiserne Manschetten, die Geschosse abwehren können.

Das hat funktioniert:

In «Wonder Woman» blitzt mehr Humor auf als in jeder anderen DC-Comic-Adaption; «Batman» und «Superman» etwa sind auch DC-Comics. Der Humor tut der eher düsteren Kriegsgeschichte gut, aber so witzig oder gar selbstironisch wie die Marvel-Comicverfilmungen «Iron Man» oder «Deadpool», ist «Wonder Woman» dann doch nicht.

Das hat nicht funktioniert:

Dass der Film in einem Showdown zwischen Supergut und Superböse mündet, ist enttäuschend konventionell. Gerade bei einer angeblich feministischen Superheldin hätte man sich ein überraschenderes Finale gewünscht.

Fazit:

Gal Gadot und Chris Pine funktionieren bestens als gleichberechtigtes Heldenpaar. Man nimmt ihnen ab, dass es zwischen Wonder Woman und Steve knistert. Im Grossen und Ganzen ist der Film aber ein allzu gewöhnliches Effektspektakel und mit 2 Stunden 21 Minuten entschieden zu lang.

Dieser Film ist für:

Fans von Comicverfilmungen im Allgemeinen und «Wonder Woman» im Speziellen.

Rating:

3 von 5 Punkten

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