Hanreti, Duobios und Ab Arel künden Alben an

Eine Indie-Band, die härter groovt als so mancher Soul-Act, zwei Electro-Musiker die den (Schweizer) Sommersong perfektionieren und ein Rapper, beseelt von einer Flow-Gewalt, die Meere teilen könnte. So machen die Sommerferien Spass.

Schweizer Bands Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Neuer Sound aus der Schweiz SRF Virus

Hanreti

Hanreti Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hanreti OFFICIAL

Das Quartett Hanreti um Bandleader Timo Keller spielt Indie-Rock, der vergessen hat, das die dicken Beats eigentlich dem Hip-Hop gehören. Songschreiber Timo hat definitiv viel J Dilla, Madlib und co. gehört – und das drückt so durch, das der letzte bornierte Hip-Hop-Faschist und Indie-Hater mit dem Kopf nickt. Mario Hänni an den Drums ist die perfekte Besetzung für die aparten Grooves, Res Coray am Kontrabass und Jeremy Sigrist an der Leadgitarre verleihen die knarzigen und schillernden Sounds, die das Produkt Hanreti so eigen machen. Dazu kommt die charmant wackelige, Emotions-getünchte Stimme von Frontmann Timo Keller – «straight up»-Dopeness. Im Herbst erscheint das zweite Album, der Nachfolger zum Debut «Alt-F», und am Freitag 29.07 erscheint eine mini-EP als Ankündigung des Albums. Wir (und du) hören uns «Cuetrigger» schon heute an.

Duobios

Das sind Silvio Zeder und Jeremias Jurt. Seit dem zarten Alter von 14 machen die beiden Herren miteinander Musik, und haben sich nach zahlreichen gemeinsamen Bands vermehrt auf die Duo-Konstellation konzentriert. Ihre Musik wandert von «four to the floor»-Technotracks über Schlafsongs (die auch wirklich vom Schlafen handeln), also von tanz- zu träumbar.

Das Album «Unchained» wird im Herbst erscheinen. Eine erste, «Schweizer» Sommersingle liefern sie uns mit «Rocket Science» jetzt schon. Dabei bezieht sich das «Schweizer» nicht unbedingt auf die Herkunft des Tracks, sondern Duobios möchten damit das Gefühl des Sommers in der Schweiz vermitteln. Der ist in ihren Augen doch ein bisschen melancholischer, als er es beispielsweise in Süditalien ist.

Ab Arel

Der blutjunge MC Ab Arel aus Bern überzeugte mit seiner Leistung am diesjährigen Bounce Cypher richtig hart – wenn er auch im Hype um noch-jüngere-Sensation Nemo etwas unterging. In der Zwischenzeit haut er seine eigenen Cyphers auf Youtube raus und zerreist die Beats auf seine eigene, ungewöhnlich-kreative Art und Weise. Riesige Reimketten wirst du vergebens suchen, dafür findest du verschachtelte Flow-Muster, die mir den Kiefer auf die Brust klatschen lassen. Im Spätsommer soll ein Meilenstein gedroppt werden (kryptisch aber wahr) – bis dann einfach weiterhin die Cyphers geniessen.