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True Life «Bodybuilding ist ein Lifestyle»

Zwei Stunden pro Tag hebt sie Gewichte, achtet strikt auf ihre Ernährung und sieht in ihrem Hobby mehr als ein Sport: Natural Bodybuilderin Belinda Achermann nimmt dich bei «True Life» mit ins Gym und erzählt, wieso sie einen grossen Teil ihres Lebens dem Gewichtheben und Posieren widmet.

Lange ist Belinda Achermann eher faul, macht keinen Sport. Als der damals 18-Jährigen ihr Spiegelbild nicht mehr gefällt, weiss sie: Sie will etwas ändern. In den Ferien auf Mallorca kauft sie sich deshalb ihr erstes Paar Turnschuhe. «Seit diesem Tag war der Wille einfach da», erzählt sie uns.

Von null auf hundert

Letztes Jahr wurde ich Schweizermeisterin sowie Gesamtsiegerin in der Figurenklasse.

Dieser Wille macht die 26-Jährige über die Jahre zur Natural Bodybuilderin, die sie heute ist. Für sie bedeutet das sechs Trainings à eineinhalb bis zwei Stunden pro Woche, Aufbau- und Diätphasen – und natürlich die Teilnahme an Wettkämpfen. «Letztes Jahr wurde ich Schweizermeisterin sowie Gesamtsiegerin in der Figurenklasse», schwärmt sie, «das sind Erfahrungen, die du nie vergisst: so viele Glücksgefühle und Tränen gleichzeitig!»

Auf der Bühne war ich knapp 53 Kilo, jetzt knapp 70. Damit musst du als Frau zuerst einmal klar kommen!

Momentan ist Belinda in der Off-Season und in der Aufbauphase: «Auf der Bühne war ich knapp 53 Kilo, jetzt knapp 70. Damit musst du als Frau zuerst einmal klarkommen!» Es müsse noch viel gehen, wenn sie sich anschaue, bemerkt sie. Und das dauert: Sechs Monate bis ein Jahr braucht die Bodybuilderin, um ihre Wettkampffigur zu erreichen.

«True Life»

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«True Life»

Menschen und ihre Geschichten: Das steht im Fokus von «True Life». Egal ob Tänzerin, Autist oder Jägerin – sie alle gewähren dir einen Einblick in ihren Alltag und in ihr Leben.

Bodybuilding – ein Lifestyle

«Im Bodybuilding macht das Essen 60 bis 70 Prozent aus, der Rest ist Training», erklärt sie. Deshalb investiere sie auch viel Zeit dafür, zum Beispiel, wenn sie für jeweils zwei Tage im Voraus bereits vorkoche. «Aber das gehört zum Lifestyle.»

Ich bin stolz auf meinen Körper und es steckt auch harte Arbeit dahinter.

Dass nicht alle diesen Lebensstil verstehen, sie vielleicht sogar anstarren, stört Belinda nicht – im Gegenteil: «Ich bin stolz auf meinen Körper und es steckt auch harte Arbeit dahinter!» Auch ihre Familie hat das Bodybuilding anfangs nicht ganz verstanden. «Als ich mit Krafttraining angefangen habe, war es sehr speziell für sie: ‹Belinda war doch immer so faul! Und jetzt kriegt sie auch noch Muskeln, das passt doch nicht.› Sie stempelten es als eine Phase von mir ab.»

Support aus dem Umfeld

Heute ist das anders und Belindas Familie akzeptiert ihre Leidenschaft völlig. Und auch ihr Partner Julian steht hinter ihr: «Es gefällt mir, wenn jemand körperbewusst lebt. Klar, eine Frau muss nicht übertrieben viele Muskeln haben, aber es gefällt mir schon», erklärt er.

Dieser Support ist der 26-Jährigen enorm wichtig: «Es ist das A und O, denn es geht nicht, dass etwas so viel Zeit in deinem Leben einnimmt und dein Partner dich nicht unterstützt.»

Vorher war ich sehr unzufrieden und nicht zielstrebig.

Durch das Bodybuilding und den Lifestyle, den sie seit gut acht Jahren lebt, gewinnt Belinda nämlich viel Selbstbewusstsein. «Vorher war ich sehr unzufrieden und nicht zielstrebig.» Aber beispielsweise in einer Diät sei man sehr fokussiert und habe niemanden, der einem helfen könne. «Das macht einen psychisch stark!» Und diese Stärke braucht Belinda spätestens nächsten Herbst wieder, wenn es Zeit für ihren nächsten Wettkampf ist.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Pascal Padrutt  (papa)
    Natural? Wirklich? Für die Bühnenform keine Diuretika verwendet?
  • Kommentar von Monica Perez  (Amazilia luciae)
    Ich habe nur 6 Monate Zeit für meine Bodybuilding-Transformation. Ich bin weit davon entfernt, so gut auszusehen wie sie. Es ist wirklich inspirierend, ihre Geschichte zu sehen. Ich bin Mutter von drei Kindern und es begann auch damit, in den Spiegel zu schauen und nicht zu mögen, was ich sah. Ich wollte fühlen, dass mein Körper wieder mein war.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Sorry aber so "vermännlichte Muskel Frauen Körper sind weder schön noch sexy!
    1. Antwort von Shane O'Neill  (Diddleydoo)
      Du hast "für mich" vergessen hinzuzufügen.

      Ich persoönlich finde Starke Frauen (wörtlich gemeint) schon reizend.
    2. Antwort von Fabian Engeler  (Fabian Engeler)
      Sorry aber deine sexistischen Kommentare sind weder angebracht noch gewünscht.
    3. Antwort von Jen Scherler  (jen.s)
      ah ja, die grosse Überraschung, dass Frauenkörper nicht nur für die männliche Konsumation und Bewertung da sind, sondern ganz autonom existieren..