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True Talk Drogen? Nein danke, das hatte ich schon!

«Wenn man 15 Jahre lang drauf war, und dann nüchtern wird, dann ist das echte Leben so unbeschreiblich bunt und intensiv, dass es sich mit keiner Droge vergleichen lässt», schwärmt Réda Philippe El Arbi in unserer Serie «True Talk».

Früher war ein Leben ohne Drogen für Réda, Link öffnet in einem neuen Fenster kaum vorstellbar. «Schon mit 14 Jahren habe ich mich auf die Suche nach Etwas begeben, dass der Welt die Schärfe nimmt – und mir die Angst vor der Welt.»

Bei den Drogen – und hier wurde bewusst der Plural gewählt – wurde er fündig:

Ich habe am Morgen etwas zum Aufwachen genommen, am Vormittag LSD oder Magic Mushrooms, um der Kreativität auf die Sprünge zu helfen, am Mittag ein paar Benzos (Anm. d. Red.; Benzodiazepine, sogenannte Tranquilizer wie z.B. Lorazepam) zum Runterkommen und so weiter und so fort.
Autor: Réda Philippe El Arbi

Er hatte also ständig eine Apotheke dabei. «Multitox» nennt man Menschen wie Réda, die gleichzeitig von verschiedenen Drogen abhängig sind.

Das «nur heute Prinzip»

Den Ausstieg hat Réda – entgegen der landläufigen Meinung – von einem Tag auf den anderen und ohne ein Substitut wie zum Beispiel Methadon geschafft. Geholfen haben ihm dabei nicht nur seine Familie, seine Freunde, eine Selbsthilfegruppe und eine Langzeittherapie.

Geholfen hat ihm auch das «nur heute» Prinzip. «Ich setzte mir jeden Tag von Neuem das Ziel, heute keine Drogen zu nehmen. Einen Tag empfand ich als machbar, das konnte ich schaffen.» So habe er sich nach und nach eine andere Vergangenheit – eine ohne Drogen – erschaffen.

Prinzipiell von Drogen abraten würde Réda trotz seiner Geschichte nicht. Es sei eine Frage der Persönlichkeit, ob man Drogen in Massen konsumieren könne.

Die einen können es, die anderen nicht. Nur von Heroin, Kokain und Crystal Meth sollte jeder die Finger lassen.
Autor: Réda Philippe El Arbi

«True Talk»

«True Talk»

In unserer Webserie «True Talk» werden Menschen, die aufgrund von bestimmten Merkmalen, Eigenschaften oder Vorlieben häufig mit Vorurteilen zu kämpfen haben, mit ebendiesen konfrontiert.

«True Talk» siehst du jeweils mittwochs bei uns auf Facebook oder auf dem «True Talk»-YouTube-Kanal.

Spass oder Suchtproblem?

Du bist unsicher, ob du wirklich noch Spasses halber kokst, trinkst oder kiffst – oder ob du da nicht schon ein kleines Suchproblem entwickelt hast? Hier gibt es Selbsttests und Hilfe zur Substanz deiner Wahl.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Kopp (Juerg)
    Dieser Reda wieder. Einmal mehr. Der einzige Leistungsnachweis liegt im 15 jährigem Drogenkonsum. Wie ging den das mit der Geldbeschaffung? Diebstahl? Hehlerei? Dealerei? Und danach? Sozialamt, Entwöhnungskuren, Rehabilitation auf dem Schiff und im Ausland-, und das alles zu Lasten der ehrlichen Steuerzahler. Mir wird schlecht. Wieso wurde der Delinquent nicht ausgewiesen. Und heute, Blogs als Links/Grüner Gutmensch. Beiträge die schwer zu ertragen sind.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Einer der so intensiv "gedrögelet" hat, bleibt ein Leben lang ein Junkie. Sein Gehirn wird sich nie erholen, dies zeigen Studien in den USA seit Jahrzehnten. Sagt jetzt nicht, dass die Legalisierung der Drogen zu irgendwelchen Verbesserungen geführt haben. Evtl. ist es danach leichter, sich diese Gruppe von Menschen vom Leib zu halten, indem sie im Denkprozess ausgeschaltet sind.
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  • Kommentar von Kurt E. Müller (KEM)
    Interessantes Interview, vielleicht etwas übertrieben. Sind Ausgaben von rund Fr. 20'000.-- pro Monat für Drogen nicht etwas gar viel? Woher hatte Herr El Arbi soviel Geld? Das wäre schon auch noch erwähnenswert gewesen.
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