Drogen? Nein danke, das hatte ich schon!

«Wenn man 15 Jahre lang drauf war, und dann nüchtern wird, dann ist das echte Leben so unbeschreiblich bunt und intensiv, dass es sich mit keiner Droge vergleichen lässt», schwärmt Réda Philippe El Arbi in unserer Serie «True Talk».

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«True Talk»

«True Talk»

In unserer Webserie «True Talk» werden Menschen, die aufgrund von bestimmten Merkmalen, Eigenschaften oder Vorlieben häufig mit Vorurteilen zu kämpfen haben, mit ebendiesen konfrontiert.

«True Talk» siehst du jeweils mittwochs bei uns auf Facebook oder auf dem «True Talk»-YouTube-Kanal.

Früher war ein Leben ohne Drogen für Réda kaum vorstellbar. «Schon mit 14 Jahren habe ich mich auf die Suche nach Etwas begeben, dass der Welt die Schärfe nimmt – und mir die Angst vor der Welt.»

Bei den Drogen – und hier wurde bewusst der Plural gewählt – wurde er fündig:

«  Ich habe am Morgen etwas zum Aufwachen genommen, am Vormittag LSD oder Magic Mushrooms, um der Kreativität auf die Sprünge zu helfen, am Mittag ein paar Benzos (Anm. d. Red.; Benzodiazepine, sogenannte Tranquilizer wie z.B. Lorazepam) zum Runterkommen und so weiter und so fort. »

Réda Philippe El Arbi

Er hatte also ständig eine Apotheke dabei. «Multitox» nennt man Menschen wie Réda, die gleichzeitig von verschiedenen Drogen abhängig sind.

Das «nur heute Prinzip»

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Spass oder Suchtproblem?

Du bist unsicher, ob du wirklich noch Spasses halber kokst, trinkst oder kiffst – oder ob du da nicht schon ein kleines Suchproblem entwickelt hast? Hier gibt es Selbsttests und Hilfe zur Substanz deiner Wahl.

Den Ausstieg hat Réda – entgegen der landläufigen Meinung – von einem Tag auf den anderen und ohne ein Substitut wie zum Beispiel Methadon geschafft. Geholfen haben ihm dabei nicht nur seine Familie, seine Freunde, eine Selbsthilfegruppe und eine Langzeittherapie.

Geholfen hat ihm auch das «nur heute» Prinzip. «Ich setzte mir jeden Tag von Neuem das Ziel, heute keine Drogen zu nehmen. Einen Tag empfand ich als machbar, das konnte ich schaffen.» So habe er sich nach und nach eine andere Vergangenheit – eine ohne Drogen – erschaffen.

Prinzipiell von Drogen abraten würde Réda trotz seiner Geschichte nicht. Es sei eine Frage der Persönlichkeit, ob man Drogen in Massen konsumieren könne.

«  Die einen können es, die anderen nicht. Nur von Heroin, Kokain und Crystal Meth sollte jeder die Finger lassen. »

Réda Philippe El Arbi

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