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True Talk «Wenn ich HIV-positiv wäre, würde ich mich umbringen»

«Was willst du mir damit sagen? Dass ich mir das Leben nehmen soll?» So lautet dann jeweils Jennis Antwort. Sie ist eine von ungefähr 20‘000 HIV-Positiven in der Schweiz. Im Unterschied zu vielen anderen Betroffenen geht die 24-Jährige nämlich offen mit ihrer Krankheit um.

Jenni hat sich weder durch Drogen noch durch sexuellen Kontakt mit HIV infiziert. Sie hat das Virus bei ihrer Geburt von ihrer Mutter bekommen. «Bei ihr ist es durch die Schwangerschaft dann auch ausgebrochen, sie bekam also AIDS», erzählt sie. «Und daran ist sie dann auch gestorben als ich vier war. Manchmal frage ich mich natürlich, ob ich die Schuld an ihrem Tod trage. Aber ich weiss, dass jede Mutter für ihr Kind sterben würde. Das tröstet mich».

Manchmal fragt sich Jenni aber auch, ob sie nicht vielleicht wütend sein sollte auf ihre Mutter, weil sie von ihr mit dem HI-Virus angesteckt wurde. Das mache aber wenig Sinn:

«Ich bin Jenni. Ich habe HIV. Das ist ein Teil von mir und kein Grund, wütend zu sein. Hätte ich das Virus nicht, wäre ich vielleicht eine Andere.»
Autor: Jenni

Niemand sollte sich vor HIV-Infizierten fürchten

Ihr selber wurde von den Ärzten ebenfalls nur eine Lebenserwartung von ein paar wenigen Jahren prognostiziert. Heute ist Jenni 24 und widmed die geschenkte Zeit unter anderem dem Abbau von Vorurteilen gegenüber HIV-Betroffenen:

«Ich setze mich für HIV Positive ein, indem ich mich zum Beispiel vor die ‹True Talk›-Kamera setze. Es gibt in der Schweiz immer noch so viele Betroffene, die sich nicht outen. Sie haben Angst vor negativen Reaktionen im Berufsalltag, in ihrem sozialen Umfeld oder sogar im Familienkreis. Das finde ich traurig. Nach so vielen Jahren Forschung und Aufklärung sollte niemand mehr Angst haben müssen vor Diskriminierung – und es sollte sich auch niemand mehr vor HIV fürchten. Dafür kämpfe ich.»

«True Talk»

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«True Talk»

In unserer Webserie «True Talk» werden Menschen, die aufgrund von bestimmten Merkmalen, Eigenschaften oder Vorlieben häufig mit Vorurteilen zu kämpfen haben, mit ebendiesen konfrontiert.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von rené studer  (rené studer)
    an alle welche unter schulmedizin diagnosen leiden hat dr. hamer sehr wichtige modelle entwickelt
    1. Antwort von Samuel Röthlisberger  (S.Roethlisberger)
      HIV ist kein Märchen, Herr Studer. Genausowenig ist ein Beinbruch ein Märchen.
    2. Antwort von Franz NANNI  (Aetti)
      @ Roetlisberger.. HIV ist fuer Viele ein Maerchen ... bis sie selber daran erkranken!
  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Hi Jenni, danke fuer das was Sie tun! Mein tiefster Respekt! Wuensche Ihnen schoene Festtage und eine tolle Zukunft! Ich habe viel mit Infizierten zu tun und gehe auch regelmaessig mit meinen Angestellten zur Kontrolle.. zu wissen dass man positiv oder negativ ist ist heute wichtig und kann dazu fuehren dass JEDER das Richtige tut!
  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Mit der heutigen Behandlungsmoeglichkeit hat man easy ueber 30 Jahre Lebensspanne, wenn man seine Medis proper einnimmt, Nur eine Einschraenkung. condome obligat, es sei denn, der Partner sei auch positive. Und die 2te Einschraenkung: absolute Ehrlichkeit. Ich bin von HIV Infizierten umgeben.. Angestellte etc.. einfach aufpassen dass Blut eines Anderen nicht an Dich kommt. (Kleine Verletzungen sind danbare Aufnahmewege) Also allzeit Handschuhe bereitliegen habend um in der Not helfen zu koennen
    1. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Das mit der 30 Jahre Lebensspanne glaube ich nicht. Jenni hat auch im Interview gesagt, dass HIV Positive länger leben können wie HIV Negative, da sie öfters zum Arzt gehen. Die modernen Medis sind so gut das keine HIV Viren nachweisbar sind.