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Unzipped «Querdenker*innen»: Wie landet man in anderen Realitäten?

Seit der Coronakrise werden immer wieder Stimmen laut, die sich kritisch mit den Massnahmen des Bundes auseinandersetzen. Manche fürchten sich vor einer Staatskontrolle, andere sprechen gar von einer «Plandemie». «Unzipped»-Host Lena fragt sich: Wer sind diese Menschen?

Auch im Feed von «Unzipped»-Host Lena tauchen sie in letzter Zeit immer häufiger auf: Posts, die sich kritisch mit den Coronamassnahmen des Bundes befassen. Aber eben auch: Posts, die von einer «Plandemie» sprechen, also zum Beispiel davon ausgehen, dass unsere Gesellschaft von einer Elite gesteuert wird oder Bill Gates Covid-19 bewusst gestreut hat, um so Impfeinnahmen zu generieren. Lena ist verwirrt von dieser Realität, die mit ihrer eigenen so wenig zu tun hat – und will darum genau jene Menschen kennenlernen.

«Unzipped»

«Unzipped»

«Unzipped» ist das gesellschaftspolitische Format von SRF Virus.

In regelmässigen Reportagen erleben die beiden Hosts Livio Carlin und Lena Oppong hautnah gesellschaftliche Konflikte mit. Sie begeben sich in unangenehme Situationen, recherchieren vor Ort und begegnen jungen Menschen mit einer aussergewöhnlichen Geschichte. Sie gehen mit einer klaren Haltung an die Themen ran mit dem Ziel, sich der ihnen fremden Welt zu öffnen und sie kennenzulernen.

Und im «Unzipped»-Talk treffen regelmässig zwei Kontrahenten aufeinander und vertreten ihre eigene Meinung zu einem Thema.

Das «Unzipped»-Team besucht eine Coronamassnahmen-kritische Demo, findet dort aber nur eine Person, die vor der Kamera sprechen möchte. Parallel dazu schreibt Lena auch online Menschen an. Erst bekommt sie mehrere Absagen, schliesslich findet sie aber doch noch jemanden, der ihr einen Real-Life-Einblick in seine Welt gewährt und ihre Fragen beantwortet. Andi bezeichnet sich selber als «Querdenker» und erzählt Lena, warum er sich vorstellen kann, dass es sich bei der Coronapandemie um etwas Geplantes handeln könnte, wo er sich informiert und wie er entscheidet, welche Medien für ihn relevant sind. Zwei Menschen und ihre völlig unterschiedlichen Realitäten treffen aufeinander.

Corona-Kritik bis Verschwörungstheorie: Wie landet man in anderen Realitäten? Um diese Frage zu klären, trifft sie den Psychologen Dieter Sträuli, der an der Universität Zürich unter anderem zu Verschwörungstheorien forscht. Weiter spricht sie mit der Soziologin und Medienforscherin Lisa Schwaiger, die Lena wiederum erklärt, warum es «alternative Fakten» nicht gibt und was eine Quelle zu einer verlässlichen macht.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Was ist eigentlich mit dem "quer" beim "Querdenker" gemeint. Was ist "quer": das Denken, oder die damit erzielten Folgerungen?
    Eigentlich ging ich davon aus, dass Querdenker bewusst versuchen andere Sichtweisen wider den Mainstream zu bemühen um damit neu Argumente für oder gegen einen Sachverhalt zu erhalten.
    Es scheint mir nun aber so, dass Querdenker im wörtlichen Sinn quer - im Sinne von irrational, uninformiert, unvernetzt, selbstverliebt und -autorisiert hobby-schwurbeln.
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    1. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Das ist zumindest, was uns die Berichterstattung glauben machen will.
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    2. Antwort von René Baron  (René Baron)
      @A.M:
      Was denn jetzt? Was macht uns die Berichterstattung glauben?
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    3. Antwort von Fabian Sarbach  (F. Sarbach)
      Gemeint ist: quer zur Mehrheitsmeinung quer zum Medienmainstream. Das Gegenteil davon ist nicht der Nicht Denker, der Mitläufer. Der QuerdenkerIn schaut sich geziehlt andere Meinungen an sucht nach Gegenargumenten und zieht eigene Schlüsse. Er glaubt, dass er sich ein eigenes Urteil bilden kann. Das kann ich übrigens auch Ihnen empfehlen. Versuchen sies mal. Zuhören, Denken und los gehts
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    4. Antwort von René Baron  (René Baron)
      @F.S. Ich vermute sie meinen Quermeiner und QuerMeinstream.
      Denken per se beinhaltet ja immer auch schon vor allem das Nach- und Vordenken bezüglich möglicher Interpretationsalternativen und neuer Her-und Ableitungskonzepte. Täte das Denken das nicht, wäre es ja kein Denken.
      Also, wenn das Denken per se schon quer denkt: ist dann Querdenken ein weisser Schimmel?
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    5. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      R.B.: die Medien wollen uns glauben machen, „dass Querdenker im wörtlichen Sinn quer - im Sinne von irrational, uninformiert, unvernetzt, selbstverliebt und -autorisiert hobby-schwurbeln.“

      Jede allfällige Berechtigung einer Kritik an irgend einer der Massnahmen wird so abgesprochen, und Hinterfragen wird zur unsolidarischen Schandtat erklärt. Bei mir weckt das grosse Besorgnis und Wachsamkeit. Demokratie funktioniert so nicht.
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  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Denker bringen Lösungen. Querdenker machen Probleme. Denker sind dankbar über jede sich bietende Möglichkeit Lösungen präsentieren zu dürfen. Querdenker verstecken sich in ihren eigenen Echokammern, und wenn sie mal an die Oeffentlichkeit kommen werden sie auch mal von Komikern angeführt...
    Denker erkennt man an ungewohnten Ansätzen. Querdenker an den en mass stereotyp runtergebeteten, selbst nicht reflektierten und blind weiterverteilten Verschwörungsmantras.
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    1. Antwort von Aaron Dettwiler  (Aaron1984)
      Und die unreflektierten und hasserfüllten Spinner sind die anderen. Bei diesen Demos laufen durchaus einige Aluhüte mit und das wird dann manchmal wirklich lächerlich. Allerdings sind es Kommentare wie Ihre, welche Andersdenkende zum vornherein als Spinner stempeln - kann man so machen, aber dann wundern Sie sich bitte nicht über das mässige Interesse an einer Diskussion. Apropos Echokammer: Finden Sie einen Artikel auf SRF in welche der Mainstreamsicht kontrovers gegenüber Stand? SVP, Trump,..
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    2. Antwort von René Baron  (René Baron)
      @Dettwiler:
      Ich halte Leute die stereotyp runtergebetete, unreflektierte Verschwörungsmantras weiterverteilen tatsächlich als Spinner.
      Selbständig Denkende hingegen, die zu einem anderen Schluss kommen als SRF Zensoren - das kann ihnen SRF gerne anhand der unzähligen hier gelöschten Posts von mir bestätigen - sind der Grund, warum ich überhaupt noch auf diesem Kanal weitersende - in der Hoffnung - dass SRF doch ab und an mal was Kontroverses durchsickern lässt ;-)
      Bleiben wir anders!
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  • Kommentar von Fabian Sarbach  (F. Sarbach)
    Liebes srf schaut doch mal nach was ihr dieses Jahr so geschrieben habt: halsbrecherische Prognosen, einseitige Expertenauswahl, gezielte Panikmache (Lastwagen Bergamo...). Und dann wundert ihr euch über Kritik?
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    1. Antwort von Aaron Dettwiler  (Aaron1984)
      Ehrlich gesagt, werfe ich das den Medien nicht mal vor. In einer Krisensituation ist rasches und entschlossenes Handeln wichtig. Da habe ich für eine etwas einseitige Berichterstattung Verständnis. Aber jetzt wäre eine Handreichung zur Diskussionen mit den Skeptikern angebracht.
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