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Unzipped-Talk Feminismus: Total unnötig oder der einzige Weg zur Gerechtigkeit?

Rahel ist engagierte Feministin. Für Nadine ist die Gleichberechtigung in der Schweiz längst erreicht. Im neuen «Unzipped»-Talk diskutieren die beiden über Sinn und Unsinn von Frauenstreiks, über klassische Rollenbilder und darüber, ob die Chancengleichheit schon erreicht ist – oder eben nicht.

Die Gleichstellung ist in der Schweizer Bundesverfassung verankert, Link öffnet in einem neuen Fenster. Schon seit 1981 schreibt das Gesetz «die Gleichstellung in Familie, Ausbildung und Arbeit» vor. Aber erleben Frauen das auch wirklich so im realen Alltag? Die Meinungen unserer Protagonistinnen liegen weit auseinander.

Für Rahel ist klar: Weder Gleichstellung noch Chancengleichheit sind erreicht. Zu oft erlebt sie in ihrem Alltag Diskriminierung und Sexualisierung, zu gross ist die Lohnschere zwischen den Geschlechtern, zu viel sexuelle Belästigung und zu viele Übergriffe passieren immer noch. Und auch das Thema Elternschaft beschäftigt sie: Mutter und Vater zu sein bedeute heute leider noch lange nicht dasselbe, ist sie sich sicher.

Nadine sieht das komplett anders. Sie studiert Vollzeit, arbeitet nebenbei im Büro und ist gleichzeitig Mutter. Noch nie habe sie wegen ihres Frauseins Nachteile erlebt – weder in ihrer Ausbildung, dem Beruf, noch privat und zwischenmenschlich. Absprechen will sie die Diskriminierung niemandem. Wenn sie aber passiere, erwarte sie Eigenverantwortung: Aufstehen, laut sein, sich selber wehren.

Am «Unzipped»-Tisch treffen die beiden aufeinander und diskutieren über ihre unterschiedlichen Standpunkte.

«Unzipped»

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«Unzipped»

«Unzipped» ist das gesellschaftspolitische Format von SRF Virus.

In regelmässigen Reportagen erleben die beiden Hosts Livio Carlin und Lena Oppong hautnah gesellschaftliche Konflikte mit. Sie begeben sich in unangenehme Situationen, recherchieren vor Ort und begegnen jungen Menschen mit einer aussergewöhnlichen Geschichte. Sie gehen mit einer klaren Haltung an die Themen ran mit dem Ziel, sich der ihnen fremden Welt zu öffnen und sie kennenzulernen.

Und im «Unzipped»-Talk treffen regelmässig zwei Gäste aufeinander und besprechen ihre unterschiedlichen Meinungen zu einem Thema.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Takeshi Kovacs  (Envoy)
    Ein grosser Teil geht auch darum, wie Frauen von vielen Männer generell behandelt werden. Kommt in meinem Büro eine junge Frau im Rock arbeiten, könnte ich k*tzen wenn ich die geflüsterten Kommentare mancher Männer höre. In Meetings werden Frauen von manchen Männern respektlos unterbrochen. In der Öffentlichkeit angepfiffen etc. Die Blonde wird als naiv behandelt, äussert Sie einen Vorschlag, ist dieser nicht geeignet. Eine Woche später kommt der selbe Vorschlag von einem Mann, plötzlich i.O.
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    1. Antwort von Shane O'Neill  (Diddleydoo)
      Banker vielleicht?
    2. Antwort von Christian Gutmann  (1879)
      Genau. Es geht um gleiche Chancen, und diese sind ungleich verteilt. Ein (weisser!) Mann wird anders als eine Frau wahrgenommen und das eröffnet ihm ganz andere Möglichkeiten als einer Frau. Es geht darum, diese (weiss-)männliche Persepektive auf die Welt zu erkennen und auf die damit verbundenen Privilegien zu verzichten, damit auch Frauen (und POC, Queere, Behinderte etc.) vergleichbare Chancen kriegen. DAS ist Feminismus und ein Akt gegen strukturelle Gewalt.
  • Kommentar von Olivier Klossner  (Oli61)
    Ich bin auch für Gleichberechtigung. Wir Männer müssen anfangen für unsere Rechte einzustehen
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  • Kommentar von Roland Kunz  (Roland Kunz)
    Das Europäische Gericht für Menschenrechte (EGMR) bestätigt den Anspruch eines Witwers auf Witwerrente, auch nach Erreichen der Volljährigkeit des jüngsten Kindes. Offensichtlich waren unsere Gerichte (inkl. BG) trotz verfassungsmässig garantierter Gleichberechtigung nicht willens, diese stossende Benachteiligung von Männern zu beseitigen. Und die Feministinnen haben dazu sowieso geschwiegen. Die Rede ist von mehreren 100 Mio./Jahr an berechtigten Ansprüchen, die Witwern bisher entgangen sind.
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