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Unzipped-Talk: Geflüchtete Menschen auf der Flucht – was soll die Schweiz tun?

Spätestens seit dem Brand in Moria ist klar: Die Situation der Geflüchteten ist prekär. Wie soll sich die Schweiz verhalten? Im neuen «Unzipped»-Talk diskutieren Nicola aus Basel und Lukas aus St. Gallen – und könnten unterschiedlicher Meinung fast nicht sein.

September 2020, das völlig überfüllte Flüchtlingslager Moria steht in Flammen. «Wir haben Platz!» steht auf den Transparenten, Plakaten und Social Media-Posts der einen Seite.

Hilfe bei uns vs. Hilfe vor Ort

«Lieber vor Ort helfen» und «keine falschen Anreize schaffen», sagt die andere. «Am Unzipped»-Tisch treffen genau diese zwei Fronten aufeinander.

Für Nicola aus Basel ist klar: Was in Moria abgeht, ist menschenunwürdig. Die Schweiz soll seiner Meinung nach Verantwortung übernehmen und möglichst viele Geflüchtete aufnehmen. Er findet es absurd, dass wir mit Billig-Airlines nach Ägypten in die Ferien fliegen können, es aber auf der umgekehrten Route keinen sicheren, menschenwürdigen Weg gibt.

Auch Lukas aus St.Gallen bewegt die Situation in Moria. Handeln würde trotzdem komplett anders: Er plädiert dafür, im Camp Soforthilfe zu leisten, statt die Geflüchteten in der Schweiz aufzunehmen. Ausserdem fürchtet er, mit einer Aufnahme «falsche Signale» an die Menschen in den Heimatländern zu senden und sie so möglicherweise sogar zu einer gefährlichen Flucht über das Mittelmeer zu motivieren.

«Unzipped»

«Unzipped»

«Unzipped» ist das gesellschaftspolitische Format von SRF Virus.

In regelmässigen Reportagen erleben die beiden Hosts Livio Carlin und Lena Oppong hautnah gesellschaftliche Konflikte mit. Sie begeben sich in unangenehme Situationen, recherchieren vor Ort und begegnen jungen Menschen mit einer aussergewöhnlichen Geschichte. Sie gehen mit einer klaren Haltung an die Themen ran mit dem Ziel, sich der ihnen fremden Welt zu öffnen und sie kennenzulernen.

Und im «Unzipped»-Talk treffen regelmässig zwei Gäste aufeinander und besprechen ihre unterschiedlichen Meinungen zu einem Thema.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von John Livers  (John Livers)
    Warum soll Westeuropa immer für alles was schief läuft gerade stehen? Ob Korruption, Massenvermehrung oder Misswirtschaft immer soll Europa Verantwortung übernehmen? Dabei bezahlen / bezahlten wir doch schon hunderte Milliarden Entwicklungshilfe, Helfer leisten seit vielen Jahren Fronarbeit, Bauen Schulen, Spitäler, Strassen, Eisenbahnen Brunnen usw. Und Trotzdem ist keine Besserung in Sicht.
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    1. Antwort von Takeshi Kovacs  (Envoy)
      Haben Sie sich noch nie gefragt, weshalb die Ländergrenzen in Afrika teilweise so gerade sind? Ich gehe startk davon aus, dass Sie älter sind als ich, dann sollten Sie doch etwas eine Ahnung von der Konolialisierung und Versklaverei Afrikas haben, oder?
      Oder die Rohmaterialen, welche wir abzapfen. Entsorgen von altem Schrott nach Afrika. Bestimmt ist Westeuropa nicht DAS Übel, aber den ganze Mist welchen wir verbrochen haben schön zu reden ist schon etwas ignorant, Herr Livers.
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    2. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Immer sollen wenige europäische Länder Verantwortung übernehmen, aber ist das nicht auch Art der Neo-Kolonialisierung? Was ist mit Eigenverantwortung und Verantwortung der jeweiligen Politiker? Wenn mehr Menschen geboren werden, als Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, ist das Elend vorprogrammiert.
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    3. Antwort von John Livers  (John Livers)
      Herr Kovacs, es ist doch keine Entschuldigung für den Niedergang vieler Länder in Afrika. Es gibt Länder / Menschen denen ging es während der Kolonialzeit bedeutend besser als heute. Bestes Beispiel ist hierfür ist sicher Simbabwe das von UK in blühendem Zustand in die Freiheit entlassen wurde, und heute in Armut und Hunger versinkt.
      Wenn ich mir den Zustand Europas nach 1945 vorstelle, und wie schnell alles wieder Aufgebaut wurde komme ich zum Schluss da wurde in Afrika sehr viel versäumt
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    4. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      @Envoy. "Wir" zapfen keine Rohmaterialien ab. Es gibt int. Rohstoffpreise und "wir" bezahlen dafür. Es ist Aufgabe der jeweiligen Politiker diese Preise, Bedingungen (Umwelt- und Arbeitnehmerschutz) durch zu setzen. Und ich habe mich schon unzählige mal gefragt, wieso z.B. Ghana den Import von Elektroschrott zulässt. Warum schützt Ghana nicht ihre Grenzen vor den "Müll-Verbrechern"? Warum soll ich für das Versagen deren Politiker verantwortlich sein?
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  • Kommentar von Takeshi Kovacs  (Envoy)
    Wenn jemand gegen Einwanderung ist, na dann halt. Aber dann stimmt beim Finanzierungsverbot wenigstens ja, sonst wirkt das Ganze etwas scheinheilig :)
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  • Kommentar von John Livers  (John Livers)
    Da bin ich ganz auf der Linie von Lukas, wenn wir diese Migranten aufnehmen wird das zum Fass ohne Boden. In Afrika warten Hundertausende auf eine Aufnahme in Westeuropa.
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