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Sagen aus der Bodenseeregion «Dank Sagen kann ich die Thurgauer besser verstehen»

Von gruseligen und mystischen Geschichten war Rahel Ilg schon als Kind angetan. Erst waren es Märchen aus aller Welt, später Sagen rund um den Bodensee. Sagen sind für die 49-jährige Thurgauerin erlebbar gemachte Geschichte.

Legende: Audio Rahel Ilg im Porträt von Catherine Thommen abspielen. Laufzeit 03:26 Minuten.
03:26 min, aus Schweizer Sagen vom 30.10.2018.

Die ersten Jahre ihrer Kindheit wuchs Rahel Ilg in Stein am Rhein auf. «Meine Eltern hatten dort einen Rebberg. Dahinter gab es eine Schlucht mit der sogenannten 10-Minuten-Höhle», erzählt Rahel Ilg. «Dort stellten wir Kinder jeweils unseren Mut auf die Probe. Ein Kind musste alleine in der Höhle ausharren, aber höchstens zehn Minuten. Danach würde sich die Höhle für immer schliessen, hiess es.»

Der kulturelle Hintergrund ist wichtig

Fasziniert von Geschichte und Geschichten, wurde Rahel Ilg Bibliothekarin. Später liess sie sich zur Märchen-Erzählerin ausbilden. Sie wollte verstehen, woher die Märchen kommen und studierte den kulturellen Hintergrund der Erzählungen.

Seealemannische Erzählungen

Heute erzählt sie gerne Sagen aus ihrer Region. Auch hier interessiert sie der geschichtliche Hintergrund. Das liess sie unter anderem auch verstehen, weshalb die Thurgauer sind wie sie sind. «Sie sind ziemlich konservativ. Diese Prägung geht weit zurück in die Zeit der Landvögte», so Rahel Ilg.

Auch mit dem Dialekt hat sich die passionierte Erzählerin intensiv auseinandergesetzt. «Ich rede ‹Seealemannisch›. Dieser Dialekt stammt aus der Zeit als die Alemannen die Region rund um den Bodensee besiedelten.»

Rahel Ilg erzählt fünf Sagen aus dem Kanton Thurgau