«Trump hat sich mit der Ankündigung selbst ins Knie geschossen»

Die US-Regierung will einen Teil der Truppen abziehen, die in Deutschland stationiert sind. Präsident Donald Trump hat entsprechende Pläne jetzt bestätigt. Er hat Deutschland dabei gleich mehrfach kritisiert – zum einen ging es dabei um die NATO – zum anderen um die deutsche Wirtschaftspolitik.

Im Bild zu sehen ist US-Präsident Donald Trump vor einer US-Flagge.
Bildlegende: US-Präsident Donald Trump will einen Teil der US-Truppen aus Deutschland abziehen. Keystone

Die Kritik zeigt: Das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA scheint derzeit kompliziert. Wir sprechen darüber mit Carlo Masala, Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr München.

Die weiteren Themen:

  • Die hitzige Debatte um Rassismus und um den Umgang mit Statuen ehemaliger Sklavenhändler und Kolonialisten sind am Wochenende in Grossbritannien eskaliert. Im Moment finde keine sinnvolle Auseinandersetzung mit der Geschichte statt, sagt Grossbritannien-Korrespondentin Henriette Engbersen.
  • Für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sieht es aktuell nicht gut aus. Nationale Umfragen zeigen, dass seine Beliebtheit beim Volk weiter sinkt. Gleichzeitig wird die Opposition stärker. Um wieder beliebter zu werden, greift Erdogan nun in die Trickkiste. Er will in Istanbul die frühere Kirche und bekannte Sehenswürdigkeit Hagia Sophia in eine Moschee umwandeln.
  • Der Begriff der «Rasse» ist umstritten. Vor allem Geisteswissenschafterinnen und Biologen sind sich uneins, ob er zulässig ist. Diese Debatte hat mit den weltweiten Protesten nach der Tötung des Afroamerikaners George Floys in den USA Fahrt aufgenommen. In Deutschland zum Beispiel wird jetzt darüber diskutiert, den Begriff «Rasse» aus der Verfassung zu streichen. Das wäre ganz im Sinne des Historikers Philipp Sarasin, Geschichtsprofessor an der Universität Zürich.

Autor/in: Silvan Zemp, Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Daniela Püntener