Woker: «Die EU müsste in Libyen mit Einsatztruppen eingreifen»

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran beherrscht in diesen Tagen die Schlagzeilen. Und überschattet damit einen Konflikt, der Europa ebenso besorgen muss: Den Machtkampf in Libyen. Dieser wird immer mehr zum Stellvertreterkrieg, Russland und die Türkei mischen kräftig mit.

Trauernde während einer Beerdigung von Militärkadetten in Tripolis nach einem Luftangriff vom Samstag.
Bildlegende: Trauernde während einer Beerdigung von Militärkadetten in Tripolis nach einem Luftangriff vom Samstag. Keystone

Und Europa? Hat einmal mehr die Zuschauerrolle. Wenn sich das ändern soll, braucht es europäische Truppen - das sagt Daniel Woker. Der ehemalige Botschafter ist heute selbständiger Spezialist für Geopolitik und Strategie: «Die EU müsste in Libyen mit militärischen Einsatztruppen, die einen Frieden erzwingen».

Die weiteren Themen:

  • In Spanien schaffte Pedro Sánchez gestern im Parlament sehr knapp die Wiederwahl zum Ministerpräsidenten. Jetzt will Sozialist Pedro Sánchez zusammen mit dem Linksbündnis «Unidas Podemos» regieren - es ist dies die erste Koalitionsregierung in der jüngeren Geschichte Spaniens.
  • Mehr als 2'000 zerstörte Häuser und zehn Millionen Hektar Land verbrannt. Seit Beginn der grossen Brände sind in Australien mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Gefährden die Buschbrände im Bundesstaat Victoria auch das Tennisturnier Australian Open? Fragen an den Sportjournalisten Ursin Caderas in Brisbane.
  • Vor 30 Jahren hat Winterthur als erste Schweizer Stadt in vier Quartieren Tempo 30 eingeführt. Verantwortlich für diese 30er-Zonen war der damalige Polizeivorsteher und CVP-Stadtrat Hans Hollenstein.

Autor/in: Silvan Zemp, Moderation: Roger Aebli, Redaktion: Samuel Wyss