Die Weber

Die Weber Jennifer Bosshard, Hans Ineichen und Adriano Geiger arbeiten während zwei Wochen täglich 10.5 Stunden fleissig in der Weberei, ohne im Rampenlicht der Kameras zu sein. Sie stehen an historischen Webstühlen, die normalerweise in der Webmaschinen-Sammlung Neuthal zu begutachten sind.

Aus Garn Stoff weben, um daraus Tücher herzustellen: das ist die Aufgabe der drei Weber in der Weberei Thaler. Jennifer, Hans und Adriano arbeiten täglich in der Fabrik, unabhängig davon, ob die SRF-Kameras sie bei der Arbeit filmen oder nicht. Arbeitsbeginn ist täglich um 06.30 Uhr, Schluss um 18.00 Uhr. Die drei Weber betreuen mehrere Webstühle gleichzeitig und produzieren mit ihren hundertjährigen Webstühlen am Laufmeter vier unterschiedliche Stoffe für Küchen- und Passiertücher.

Adriano Geiger döst auf Holzboden in der Fabrik Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Adriano Geiger beim Mittagsschlaf. SRF/Rita Vollenweider

Ihre einstündige Mittagspause verbringen die Weber ebenfalls im Fabrikgebäude, gleich neben der Produktionshalle. An einem Mittagstisch essen sie einfache Gerichte von damals. Meistens gibt es Suppe, nur wenig Fleisch. Daneben aber wenigstens Früchte und Brot. Nach Arbeitsschluss verlassen Jennifer, Hans und Adriano jeden Abend die Fabrik und auch das Jahr 1914. Zum Schlafen gehen Sie nach Hause oder ins nahegelegene Hotel.

«  Die Arbeit mit den alten Webstühlen und die Arbeitszeit ergab das Feeling von «Anno 1914» sicher, aber wir wussten ja, dass alles zeitlich begrenzt war und keinerlei sozialer Druck im Hintergrund war, wie damals bei diesen Arbeitern. »

Adriano Geiger
Weber

Vor dem Start der Dreharbeiten für «Anno 1914 – Die Fabrik» mussten sich Jennifer, Hans und Adriano einarbeiten und die über 100-jährigen Webstühle kennenlernen. Ein Flair fürs Weben, für Stoffe und Maschinen haben alle drei. Jennifer aus Bassersdorf ZH studiert Textile Business Management an der Schweizerischen Textilfachschule. Hans (Elsau ZH) und Adriano (Carona TI) sind beide gelernte Textiltechniker, die jahrelang auf ihrem Beruf gearbeitet haben.