Moderationsporträt

Vom 4. bis 22. August führte Moderator Michael Weinmann in Bauma live durch die Sendung «Anno 1914 – Die Fabrik». Zusammen mit verschiedenen Gästen kam er dem Leben vor hundert Jahren in der Schweiz auf die Spur.

Porträtbild: Michael Weinmann in der Fabrik vor Webstuhl Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Michael Weinmann, Moderator «Anno 1914 - Die Fabrik». SRF/Oscar Alessio

Was beeindruckt Sie an der Belle Époque?

Mich fasziniert vor allem die technische Entwicklung jener Zeit. Die rasanten Fortschritte ermöglichten zum Beispiel in der Mobilität riesige Entwicklungssprünge. Die Einführung des Autos im Alltag war eine Revolution. Ebenso die ersten Flugzeuge, welche zu jener Zeit den Himmel eroberten. Interessant ist aber auch, wie gegensätzlich die Belle Époque war. Die technischen Meilensteine waren in aller Regel einer kleinen, gehobenen Schicht vorbehalten. Das breite Volk konnte erst später davon profitieren.

Wieso sind Sie froh, im Jahr 2014 leben zu können?

Ich schätze die soziale Sicherheit, welche wir heute im Vergleich zu 1914 geniessen. Man muss sich vorstellen, dass es damals weder eine AHV, IV noch eine Krankenkasse gab. Zudem haben sich auch die Arbeitsbedingungen in den letzten hundert Jahren massiv verbessert. Die 42-Stunden-Woche ist beispielsweise eine Errungenschaft, welche ich nicht gerne hergeben würde.

Was erwartet die Zuschauer bei «Anno 1914 – Die Fabrik»?

Das Publikum darf sich auf eine ganz spezielle Zeitreise mit tollen Bildern freuen. Da wird eine Familie aus dem Hier und Jetzt im Bauma des Jahres 1914 abgesetzt. Untergebracht in einer kargen Wohnung erlebt sie den Alltag einer armen Arbeiterfamilie, der vor allem aus Arbeit, Essen und Schlafen besteht. Die Gegensätze zur wohlhabenden Fabrikantenfamilie in der Villa sind offensichtlich und kommen nicht überall gut an…

Auf was freuen Sie sich persönlich bei der Moderation dieser Sendung?

Ich freue mich über möglichst viele Besucher in Bauma. Erstmals seit Jahren ist es möglich, sich die Live-Sendungen vor Ort anzusehen und auf diese Weise hautnah die Produktion zu erleben. Ich fände es genial, wenn wir viele Zuschauerinnen und Zuschauer in Bauma begrüssen dürften, welchen wir gerne auch das Fabrikensemble und die Drehorte zeigen.