Ueli Landolt bekämpft die Vorurteile gegenüber Albanern

Der Zürcher Ueli Landolt lebt seit fünf Jahren in Shkodër in Nordalbanien. Dort betreibt der Schweizer seine «Zvicra Bar», auf Deutsch: Schweizer Bar, und zeigt Besuchern die antike Landschaft.

Ueli Landolt in der Sonne.
Bildlegende: Wohlfühloase: Ueli Landolt an seinem Lieblingsort in Albanien. zvg

Ueli Landolt kämpft gegen die Vorurteile gegenüber den Albanern: «Die Albaner sind reich an Kultur und haben eine enorme Familientradition.»

Osteuropa hat den heute 47-Jährigen schon immer interessiert und fasziniert: «Die Landschaft ist atemberaubend, das Klima mediterran und in 30 Minuten bin ich entweder am Meer oder in den Bergen.» Die albanische Küste am Ionischen Meer ist auch als «Albanische Riviera» bekannt und hat viele schmucke Badeorte. Zum Teil gibt es sogar noch unberührte Strände. Und die Altstadt von Shkodër habe eine romantische Fussgängerzone, schwärmt Landolt: «Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt.»

«Hier kann ich Träume realisieren»

Obwohl Ueli Landolt in Albanien mehr arbeitet als in der Schweiz, hat er eine bessere Lebensqualität: «Hier gibt es keine Ruhetage, aber dafür kann ich Träume und Ideen realisieren, wozu ich in der Schweiz den Mut nicht hätte.» Trotzdem gibt er zu, dass die Behördengänge nicht immer so einfach sind. «Die Korruption habe sich aber in den Jahren gebessert», sagt er: «Einzahlungen hat man früher in bar bezahlt. Heute muss man diese auf der Bank und auf der Post tätigen.»

Weihnachten wird in der Schweiz gefeiert

Albanien sei eine stolze Nation, ein Land im Aufbau, sagt Ueli Landolt: «Die Albaner sind sehr hilfsbereit und offen. Der Zusammenhalt in der Familie ist ihnen sehr wichtig.»

Die Schweiz lässt ihn aber nie ganz los. Wann immer es geht, besucht er seine Familie in Zürich und auch an Weihnachten fliegt Ueli Landolt traditionell in die Schweiz.

Gespielte Musik

Autor/in: Pascale Folke, Moderation: Mike La Marr